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25.01.12 Kategorie: Pressemeldungen

B 1 in der Warteschleife

 

Unverdrossen halten die Stadt und ihr zuständiger Baudezernent Lürwer an den Plänen für die B 1-Untertunnelung fest. Immerhin wird die Zeitachse von 10 Jahren bis zu einem möglichen Baubeginn sehr realistisch eingeschätzt.

Dazu Fraktionssprecher Mario Krüger: „Gerade vor dem Hintergrund eines Zeithorizontes bis weit über das Jahr 2020 hinaus, sollten sich Stadt, Land und Bund ernsthaft fragen, ob es nicht an der Zeit ist, die Investitionen in der Verkehrsplanung auf Alternativen zum Auto- und zum LKW-Verkehr zu lenken. Eine drastische C02-Reduzierung kann nur erreicht werden, wenn auch der motorisierte Verkehr eingeschränkt wird, bzw. energieeffizientere Mobilitätskonzepte zum Tragen kommen. Für 240 Millionen Euro und mehr könnte eine Vielzahl von entsprechenden Maßnahmen umgesetzt werden“

Birgit Pohlmann, Mitglied im Planungsausschuss: „Viel wichtiger als das Festhalten an überholten Plänen ist der dauerhafte Schutz von AnwohnerInnen an der B 1 vor Abgasen und Lärm. Wiederholt haben die GRÜNEN verlangt, dass der Durchgangsverkehr konsequent auf die Autobahnringe A 1 und A 2 umgeleitet werden. SPD und CDU haben noch im vergangenen Jahr unseren Antrag abgelehnt, ein ganztägiges LKW-Fahrverbot für den Durchgangsverkehr auf der innerstädtischen B1 durchzusetzen. Stattdessen werden die AnwohnerInnen mit den jetzigen Planungen auf den Sanktnimmerleinstag vertröstet.“ Mit dem Wiederbeleben der Pläne steht auch der die Ausfahrt der Semerteichstraße wieder neu zur Debatte.

Dazu Mario Krüger: „Warum sich Oberbürgermeister Sierau vehement für einen Anschluss an die B1 einsetzt, ist nicht nachvollziehbar. Es geht nicht nur um die Kläger, mit denen er einen Interessenausgleich erzielen will, sondern um den weiteren unnötigen Ausbau einer Straße, die Wohngebiete erheblich in Mitleidenschaft ziehen würde. Eine Entlastungfunktion für die Oststadt haben wir zudem immer bestritten. Wer sich für nachhaltige Stadtentwicklung und  Klimaschutz einsetzt, sollte andere Wege gehen, als den Autoverkehr zu priorisieren.“  

 

 

 



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