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News im Detail 2.03.10 Kategorie: Pressemeldungen
Pohlmann und die HochkulturDie Aussagen des OB-Kandidaten Pohlmann zum mittelmäßigen Angebot der „freien Szene“, die Dortmund nicht aus dem „Konglomerat ähnlich strukturierter Angebote“ in Nachbarstädten herausheben, sind ein Schlag ins Gesicht derjenigen, die sich seit Jahren häufig bis zur Selbstausbeutung für ein abwechslungsreiches alternatives Kulturangebot in Dortmund einsetzen. Dr. Jürgen Brunsing, kulturpolitischer Sprecher der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN stellt klar: „Wir Grünen haben bei der Kulturförderung stets nach dem Motto gehandelt: Die Hochkultur UND die freie Szene fördern, weil eben diese Mischung Dortmund aus der Masse der Nachbarstädte heraushebt. Auf unsere Initiative hin können die freien Kulturzentren auf eine fünfjährige Finanzplanungssicherheit bauen – und das ist gut so! Unklar ist auch, wen oder was Herr Pohlmann eigentlich als mittelmäßiges Angebot der freien Szene bezeichnet. Das domicil, das zu den weltbesten Jazzclubs gehört? Den Geierabend, der Dortmund zur Karnevalszeit seit Jahren im WDR-Fernsehen repräsentiert? Das Fletch Bizzel mit seinen Auftritten bekannter Kleinkünstler? Oder das micro!festival „umsonst und draußen“, das jeden Sommer Tausende von Besuchern aus Nah und Fern anzieht?“ Ulrike Märkel, GRÜNES Mitglied im Ausschuss für Kultur, Sport und Freizeit, wehrt sich gleichfalls gegen den Versuch, die sogenannte „Hochkultur“ gegen die freie Kunst- und Kulturszene auszuspielen: „Die Finanzierung der Angebote der freien Kunst- und Kulturszene Dortmund als Alimentation zu bezeichnen ist eine Verunglimpfung der Menschen, die sich im kulturellen Bereich unserer Stadt engagieren. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Vielfalt des kulturellen Lebens in Dortmund – und sind ein genauso wichtiger Bestandteil der Kultur wie der U-Turm und das Konzerthaus. Hier werden nicht Almosen an „Milieus“ vergeben sondern Angebote unterstützt, die von DortmunderInnen und Gästen gleichermaßen angenommen werden.“ Dr. Jürgen Brunsing: „Wir Grünen sind froh, dass wichtige Sponsoren die Hochklassigkeit dieser Angebote ebenso sehen. Herr Pohlmann sollte sich zukünftig zunächst sachkundig machen, ehe er mit derartigen Plattitüden versucht, auf Stimmenfang zu gehen.“
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