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15.02.10 Kategorie: Pressemeldungen

U-Turm

 

Endlich hat die Verwaltung mit zwei Vorlagen auf die Verzögerungen beim Umbau des UTurms und den wachsenden Kostendruck reagiert.

Erste Beratungen haben im Ausschuss für Umwelt, Stadtentwicklung, Wohnen und Immobilien stattgefunden. Die Ausschussvorsitzende, GRÜNEN-Fraktionssprecherin Ingrid Reuter, hält die aktuelle Entwicklung für nicht unproblematisch: 

„Wir sind der Meinung, dass in mehrfacher Hinsicht nur öffentlich Klartext geredet werden sollte. Zum einen sind die Kostensteigerungen nicht nur bei den Investitionen, sondern auch bei den Betriebskosten immens. Hier erwarten wir konkrete Aussagen darüber, wie eine Finanzierung der  Mehrkosten aussehen soll. Wenn Transparenz das neue Verwaltungshandeln prägen soll, müssen auch unangenehme Wahrheiten rechtzeitig verkündet werden. Zum anderen ist nunmehr völlig klar, dass der U-Turm Anfang Mai im Inneren bestenfalls in Teilen besichtigt werden und von einer behindertenfreundlichen Ausgestaltung keine Rede sein kann. Ebenso wenig werden Anfang Mai im U-Turm die Installationen von Adolf Winkelmann zu sehen sein. Deshalb geht es nun darum, offensiv mit dieser Situation umzugehen. Die Verantwortlichen sollten sich darauf konzentrieren, den Turm als ,Kunstbaustelle’ zu präsentieren und ein Begleitprogramm am Bau und um den Bau herum zu organisieren, um die zeitnahe Realisierung der Baumaßnahmen im Inneren zu gewährleisten. Dazu gehören auch eine ansprechende Gastronomie am Turm sowie ein Transfer zu ausgelagerten Veranstaltungen. Ein solcher ,Plan B’ sollte unter Einbeziehung der Kunstinitiativen in Dortmund schnellst möglichst konzipiert werden.

Trotz aller Schwierigkeiten stehen wir GRÜNEN jedoch nach wie vor zu der Entscheidung, den U-Turm instand zu setzen und einer attraktiven Nutzung zuzuführen.“

Dazu auch der kulturpolitische Sprecher Dr. Jürgen Brunsing: „Das Schlimmste, was momentan passieren kann, ist mangelnde Transparenz nach innen Richtung Verwaltung und Politik sowie nach außen Richtung Öffentlichkeit. Es sollte nichts versprochen werden, was nicht sicher eingehalten werden kann. Das gilt gleichermaßen für die Baukosten wie auch für den Baufortschritt und die Bespielbarkeit des Turms. Hier erwarten wir allerdings eine bessere Darstellung der Beschlüsse und der Kostenfaktoren, wie sie sich heute im Vergleich zu denen vor einem Jahr darstellen. Die Grundsatzvereinbarung zwischen den Kooperationspartnern sollte unseres Erachtens die Politik stärker einbeziehen als bislang vorgesehen. Hier werden wir entsprechende Änderungsvorschläge in die Ratssitzung am kommenden Donnerstag einbringen.“


Dateien:
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