Art: Pressemitteilung

Thema: Umwelt + Verkehr, Klimaschutz + Energie

Klimaschutz bleibt Thema - Handlungsprogramm für Dortmund weiterführen

Vor zehn Jahren hat der Rat in Dortmund beschlossen, ein Handlungsprogramm für den Klimaschutz aufzulegen. Mithilfe der darin festgelegten Maßnahmen sollte der Energiebedarf – und damit auch die CO2-Emissionen – in Dortmund deutlich gesenkt werden. Das Handlungsprogramm wurde zunächst bis 2020 konzipiert. Die GRÜNEN im Rat drängen jetzt darauf, dieses Programm über das Jahr 2020 hinaus fortzuschreiben. Einen entsprechenden Antrag hat die Fraktion für den nächsten Umweltausschuss eingebracht.

Ingrid Reuter, Fraktionssprecherin der GRÜNEN: „Das Ziel, die CO2-Emissionen in Dortmund bis 2020 um 40 % gegenüber 1990 zu senken, wird voraussichtlich nicht erreicht. Nach aktueller Berichterstattung konnte die CO2-Bilanz bis 2014 vor Ort lediglich um 25 % reduziert werden. Gleichzeitig sind weitere Probleme für den Klimaschutz hinzugekommen. Diese sind in dem bald auslaufenden Handlungsprogramm noch gar nicht ausreichend berücksichtigt. Nach eigenen Angaben hat die Stadt Dortmund als größtes Wirtschaftszentrum in der Region Westfalen eine besondere Verantwortung, wenn es um die Fragen des Klimaschutzes geht. Das Dortmunder Handlungsprogramm ist ein Beleg dafür. Es sollte deshalb zwingend fortgeschrieben und auf Basis der bisherigen Auswertungen zugleich weiterentwickelt werden. Wir wollen den Prozess dazu frühzeitig anstoßen und beraten.“

Mit dem im Mai 2008 beschlossenen kommunalen Handlungsprogramm gehörte Dortmund zu den ersten Kommunen, die konkrete Ziele und Maßnahmen zum Klimaschutz beschlossen haben. 2011 wurde die Verwaltung mit der Umsetzung der Maßnahmen aus dem Handlungsprogramm beauftragt. Das Projekt Green IT in der Stadtverwaltung ist ebenso eine Maßnahme des Programms, wie der Aufbau des Dienstleistungszentrums Energieberatung, die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik oder die Nutzung ehemaliger städtischer Mülldeponien für Photovoltaikanlagen.

Ingrid Reuter: „,Das „Handlungsprogramm Klimaschutz‘ ist ein essenzieller Bestandteil des Masterplans Energiewende. Viele nachhaltige Projekten wurden über dieses Programm schon erfolgreich umgesetzt. Jetzt gilt es, rechtzeitig einen Maßnahmenkatalog für die nächste Etappe zu entwickeln. Dabei müssen auch die Wirksamkeit der bisherigen Maßnahmen geprüft und neue Akzente gesetzt werden. In den letzten Jahren wurde eine Vielzahl von weiteren Konzepten mit Verkehrs- und Klimabezug vom Rat beschlossen. Auch auf regionaler Ebene wurden neue Ziele definiert, die sich auf das Klima auswirken und zukünftig mit einbezogen werden müssen. Ein besonderes Anliegen von Beginn an war die Vernetzung des Klimaschutzprogramms mit allen städtischen Akteur*innen. Dies ist durch die Vielzahl und die Themenbreite der im Handlungsprogramm aufgenommenen Maßnahmen gelungen und kann für den Beratungsprozess zur Fortschreibung genutzt werden.“ 

Artikel vom: 22.06.2018