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Art: Bitte um Stellungnahme

Thema: Umwelt + Verkehr

Mikroplastik im Trink- und Abwasser

In dieser Ratsperiode hat der Ausschuss für Umwelt, Stadtgestaltung und Wohnen das Thema Mikroverunreinigungen des Wassers in Bezug auf Medikamentenrückstände aufgegriffen. Seit einiger Zeit häufen sich die Hinweise auf Verunreinigungen durch Mikroplastik.

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen bittet die Verwaltung, ggf. in Zusammenarbeit mit der Emschergenossenschaft und dem Lippeverband, um die Beantwortung folgender Fragen:

1. Liegen der Stadt oder der Emschergenosschenschaft Zahlen vor, wie viel Mikroplastik auf Dortmunder Gebiet in Quell-, Oberflächen- oder Leitungswasser enthalten ist? Wenn ja, wie viel Mikroplastik befindet sich in den Dortmunder Gewässern?

2. Wie viel Mikroplastik wird durch Abwässer in Dortmund zusätzlich in die Gewässer eingetragen? Wie viel davon kann durch die bisherigen Reinigungsstufen in den Dortmunder Kläranlagen entfernt werden?

3. Wie ist der aktuelle Sachstand zur Einführung der 4. Reinigungsstufe für Kläranlagen in Dortmund?

a. Liegen die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie für die Kläranlage Scharnhorst vor? Wenn nicht, wann sind diese zu erwarten?

b. Welche Ergebnisse hat die Erprobung der 4. Reinigungsstufe an der Kläranlage Deusen ergeben und welche Bewirtschaftungsentscheidung ergibt sich daraus für Dortmund? Zudem sollte laut Beschluss des AUSW im Juni 2016 (DS 01442-15-E4) jährlich über Fortschritte in der Trinkwasseraufbereitung und Abwasserbehandlung berichtet werden. Eine entsprechende Berichterstattung ist bisher nicht erfolgt und soll in der nächsten AUSW-Sitzung vorgelegt werden.

Begründung: Im März 2018 wurde eine länderübergreifende Pilotstudie der Umweltämter von Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz, Hessen und Nordrhein-Westfalen vorgestellt. Demnach ist Mikroplastik nahezu in allen west- und süddeutschen Flüssen zu finden. In den 52 Proben, die im Rahmen der Studie aus 25 Flüssen (u.a. aus der Ruhr und der Emscher) entnommen wurden, waren kleine Kunststofffragmente nachweisbar. Hauptsächlich handelte es sich der Untersuchung zufolge um unregelmäßig geformte Partikel mit Durchmessern zwischen 0,3 und 0,002 Millimetern, die von größeren Plastikobjekten stammen könnten. Zu fast 90 Prozent bestanden sie aus den Kunststoffsorten Polyethylen und Polypropylen. Nach einem Positionspapier des Umweltbundesamtes ist der Eintrag über das kommunale Abwasser bei einer Reihe von prioritären Stoffen ein signifikanter Eintragspfad. Dies gilt neben Schwermetallen und Medikamentenrückständen auch für Mikroplastik. Im Sinne des Vorsorgeprinzips sollten deshalb Maßnahmen zur Reduktion weiterer Einträge dieser Schadstoffe in die Gewässer eingeleitet werden.

Artikel vom: 18.04.2018


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