Art: Pressemitteilung

Thema: Kinder, Jugend, Bildung

Schulsozialarbeit - GRÜNE begrüßen teilweise Entfristung der Stellen und fordern weitere Schritte

Die GRÜNEN im Rat begrüßen, dass die Interessengemeinschaft Sozialgewerblicher Beschäftigungsinitiativen (ISB) inzwischen 37 von 81 Schulsozialarbeiter*innen-Stellen entfristet hat.

Saziye Altundal-Köse, Ratsmitglied der GRÜNEN und Vorsitzende des Schulausschusses: „Das ist eine gute Nachricht – für die Stelleinhaber*innen, für die Schülerinnen und Schüler sowie für die Schulen. Der ISB hat damit den ersten, richtigen und mutigen Schritt gemacht. Es braucht aber noch weitere Schritte. Wir setzen uns dafür ein, dass alle 81 Stellen entfristet werden. Dazu braucht es endlich auch ein politisches Signal. Wir sehen hier vor allem das Land und den Bund in der Pflicht. Solange das nicht passiert. muss die Stadt klar stellen, dass sie den kommunalen Anteil der Finanzierung der Stellen auch weiterhin übernimmt. Das gibt die Sicherheit für eine Entfristung weiterer Stellen.“

Der ISB ist mit der Durchführung der Schulsozialarbeit im Rahmen des Bildungs- und Teilhabegesetzes an den Dortmunder Schulen beauftragt worden. Die Finanzierung der 81 Stellen der Schulsozialarbeit war in den letzten Jahren zum Teil vom Land übernommen worden. Die Stadt muss in jedem Jahr zusätzlich 1,9 Millionen Euro Gelder dafür bereitstellen. Die Verwaltung hatte im letzten Schulausschuss auf Anfrage der GRÜNEN klargestellt, dass die ständige Befristung der Stellen dazu geführt hat, dass einige der bisherigen Sozialarbeiter*innen inzwischen ihre Stellen verlassen, weil ihnen eine langfristige Perspektive fehlt. Gleichzeitig ist es zunehmend schwieriger, die Stellen neu zu besetzen. Dies führt laut Verwaltung zu negativen Folgewirkungen, wie z. B. der Destabilisierung der seit Jahren guten Netzwerkstrukturen in der Dortmunder Bildungslandschaft und zu Beziehungsabbrüchen zu Kindern, Jugendlichen, jungen Erwachsenen und deren Familien.

Saziye Altundal-Köse: „Dabei ist allen klar, dass die Stellen der Schulsozialarbeit auf Dauer notwendig sind. Bund und Land hätten längst mit einer dauerhaften und ausreichenden Finanzierung die Entfristung aller 81 Stellen sicherstellen müssen. Die Teilfinanzierung des Landes reicht nicht und ist erneut befristet. Die Landesregierung fällt damit hinter ihre Versprechen vor der Wahl zurück. Gleichzeitig waren wir sehr erstaunt, dass SPD und CDU unseren Antrag zum Haushalt 2018 abgelehnt haben, den notwendigen städtischen Teil der Finanzierung in die Finanzplanung zu übernehmen. Zumindest das muss nun schnellstens passieren. Die Stadt muss klar sagen: Die Stellen müssen und werden dauerhaft bleiben.“

Artikel vom: 31.01.2018