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Art: Pressemitteilung

Thema: Umwelt + Verkehr

Kein Glyphosat auf Dortmunder Flächen

Auf den landwirtschaftlichen Flächen der Stadt soll zukünftig kein Glyphosat mehr verwendet werden. Einen entsprechenden Antrag haben die GRÜNEN für den Umweltausschuss in der kommenden Woche gestellt. Die Weltgesundheitsorganisation hatte das Herbizid Glyphosat 2015 als potentiell krebserregend eingestuft. Unabhängig davon gibt es Bedenken, unter anderem beim Umweltbundesamt, gegen die Vernichtung von Kräutern und Gräsern auf Ackerflächen. Damit werde Insekten und Feldvögeln großflächig die Lebensgrundlage entzogen.

Ingrid Reuter, Fraktionssprecherin der GRÜNEN: „Dortmund sollte als Gründungsmitglied des Bündnisses „ Kommunen für biologische Vielfalt“ eine Vorbildfunktion bei der Verwendung zweifelhafter Pestizide einnehmen. Bei der Verpachtung landwirtschaftlicher Flächen durch die Stadt sollten deshalb die Pächter vertraglich verpflichtet werden, auf die Verwendung des umstrittenen Unkraut-vernichters Glyphosat zu verzichten. In Deutschland ist die Zahl der Fluginsekten und der Feldvögel in den letzten Jahren erheblich zurückgegangen. Als eine Ursache für das Massensterben gelten Stickstoffverbindungen aus Landwirtschaft und Verkehr und vor allem der zunehmende Gebrauch von Pestiziden. Wenn wir Artenschutz ernst nehmen, muss der Einsatz so genannter Totalherbidzide wie Glyphosat grundlegend eingeschränkt werden.“

Glyphosat ist das weltweit meistverkaufte Unkrautvernichtungsmittel und in Europa das am weitesten verbreitete Herbizid. Es wird in Deutschland auf 40 Prozent der Ackerflächen eingesetzt, zudem in Parkanlagen, auf Bahngleisen und in Gärten. Die Auswirkungen direkt auf die Ackerflora und indirekt auf die Ackerfauna sind groß: Weniger Wildpflanzen auf und neben den Ackerflächen bieten weniger Lebensraum für weniger Insekten. Und diese sind die Hauptnahrung für andere Tiere wie etwa Vögel. Die biologische Vielfalt nimmt mit dem vermehrten Einsatz von Glyphosat ab.

Ingrid Reuter: "Das Europaparlament hatte für ein Auslaufen der Zulassung des Unkrautvernichtungsmittels bis 2022 gestimmt. Millionen Menschen in ganz Europa haben sich gegen die Zulassungsverlängerung von Glyphosat engagiert. Dass jetzt im Vermittlungsausschuss der EU eine Verlängerung der Zulassung des Giftes ausgerechnet durch unsere geschäftsführende Bunderegierung erreicht wurde, ist ein Skandal. Solange die erheblichen Gesundheits- und Umweltrisiken nicht zweifelsfrei widerlegt sind, hätte die Zulassung des Pestizids nicht verlängert werden dürfen. Damit wurde die Chance verpasst, das Herbizid Glyphosat in Europa endgültig von den Äckern zu verbannen. Das EU-Recht erlaubt aber weiterhin jedem Land, den Einsatz glyphosat-haltiger Unkrautgifte auf dem eigenen Gebiet zu verbieten. Es ist das richtige Zeichen, wenn Dortmund dies jetzt zumindest auf den eigenen Flächen umsetzt.“

Artikel vom: 28.11.2017


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