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Thema: Soziales, Newsletter

Für´s Ehrenamt nicht noch draufzahlen!

Ohne Ehrenamt läuft gar nichts! Auch Dortmund lebt vom freiwilligen Engagement, ob in der Flüchtlingshilfe, bei der Feuerwehr oder im Frauenverein. Mit der vom Rat beschlossenen Ehrenamtskarte NRW erhalten ab dem kommenden Jahr Ehrenamtler*innen ein Stück mehr Anerkennung. Genauso wichtig ist uns GRÜNEN jedoch ihre konkrete Unterstützung. Denn viele Ehrenamtler*innen investieren in ihre Tätigkeit nicht nur ihre Zeit, sondern auch private finanzielle Mittel.

Nicht nur anerkennen, sondern unterstützen

Mit einem gemeinsamen Antrag von GRÜNEN, CDU, SPD, LINKEN und Piraten hat der Rat in seiner Sitzung am 17. Mai die Stärkung des Ehrenamtes beschlossen. Ein Baustein ist dabei die Einführung der Ehrenamtskarte NRW ab dem 1. Januar 2019. Die Initiative dazu ging vom städtischen Seniorenbeirat aus. Damit bekommen Ehrenamtliche in Dortmund  eine zusätzliche Anerkennung ihrer Leistung.

Für uns GRÜNE war aber ein zweiter Baustein mindestens genauso wichtig: ein Fördertopf, aus dem zukünftig ehrenamtlich Tätige, die keine andere Aufwandsentschädigung erhalten, auch finanziell unterstützt werden können. Denn Aufwendungen wie Fahrt-, Verpflegungs- oder auch Materialkosten können gerade von den Organisationen, die besonders auf freiwilliges Engagement angewiesen sind, nicht ohne Weiteres beglichen werden. Die Folge ist oft, dass diejenigen, die sich engagieren, draufzahlen.

Eine Karte für das Ehrenamt

Die Ehrenamtskarte NRW wird mittlerweile von mehr als 230 Kommunen ausgegeben. Sie spricht denjenigen Dank und Anerkennung aus, die für ihr Engagement keine finanziellen Zuwendungen in Form von pauschalen Aufwandsentschädigungen erhalten. Für die Inhaber*innen ist sie mit verschiedenen Vergünstigungen verbunden, beispielsweise Rabatten bei Bäckern, Theatern oder für Zeitungsabos. Hinsichtlich einer möglichen Einführung in Dortmund wurden in den vergangenen Jahren bereits mehrfach Anträge und Anfragen in die zuständigen Fachausschüsse eingebracht, zuletzt hatte auch der Seniorenbeirat die Einführung beantragt.

Als grundlegende Voraussetzung für die Vergabe gilt ein ehrenamtliches oder bürgerschaftliches Engagement von durchschnittlich wenigstens fünf Stunden pro Woche bzw. 250 Stunden im Jahr, zum Beispiel in einem Verein, in einer sozialen Einrichtung oder freien Vereinigung. Wer sich zeitlich weniger stark engagiert, erhält die Karte nicht.

Ein unterstützender Fördertopf

Mit dem gemeinsamen Antrag wird darüber hinaus ein Fördertopf in Höhe von 25.000 Euro pro Jahr eingerichtet. Über die FreiwilligenAgentur Dortmund können Vereine, Initiativen oder Einzelpersonen aus diesem Topf ab dem 1.1.2019 unbürokratisch eine zweckgebundene finanzielle Unterstützung für kleinere Aufwendungen beantragen. So werden die Rahmenbedingungen der ehrenamtlichen Tätigkeit konkret verbessert. Ausgeschlossen sind Ehrenamtler*innen, die bereits anderweitig eine Aufwandsentschädigung erhalten. Dass mit diese Regelung engagierte Menschen auch unabhängig vom Erhalt der Ehrenamtskarte unterstützt werden, war uns GRÜNEN besonders wichtig.

Förderfonds in Essen als Vorbild

Der Förderfonds bürgerschaftliches Engagement der Stadt Essen wurde 2012 als Baustein eines Handlungskonzepts zur Förderung der Anerkennungskultur beschlossen. Er zielt darauf ab, gemeinnützigen Organisationen individuelle Möglichkeiten zur Unterstützung ihrer Mitglieder zu eröffnen. Das können Aufwandsentschädigungen sein, die als Pauschalbetrag ausgezahlt werden für Telefon, Porto und sonstige Sachkosten, die Ehrenamtler*innen im Rahmen ihrer Tätigkeit entstehen. Aber auch Fortbildungen und Qualifizierungen oder Dankeschön-Veranstaltungen sind damit möglich. Finanzielle Unterstützung war auch in den von uns geführten Gesprächen mit Ehrenamtler*innen in Dortmund immer wieder angemahnt worden.

Evaluation der Maßnahmen

Wie die neue Ehrenamtskarte und der Fördertopf ankommen, soll jährlich evaluiert werden: Wie viele Ehrenamtskarten werden beantragt und ausgegeben? Wie stellt sich Dortmund im Vergleich zu den anderen teilnehmenden NRW-Kommunen dar? An wie viele Berechtigte, für welche und wie viele Fälle werden Mittel von der FreiwilligenAgentur ausgezahlt? Die Ergebnisse der Evaluation sollen dazu dienen, die Rahmenbedingungen für ehrenamtliches Engagement in Dortmund noch attraktiver gestalten zu können.

Dortmundkarte für alle?

Keinen Erfolg hatten wir in den Gesprächen mit den anderen Fraktionen mit unserem Vorschlag, die Ehrenamtskarte und den Dortmund-Pass für einkommensschwache Bürger*innen zusammenführzuführen. Bereits 2012 hatten wir GRÜNEN in diesem Sinne die Einführung einer Dortmundkarte beantragt. Das hätte neben der Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements auch dazu beigetragen, mögliche Stigmatisierungen von Inhaber*innen des Dortmund-Passes abzumildern.  Damit geben wir uns aber nicht zufrieden. Hinsichtlich der Verbesserung der Bedingungen des Dortmund-Passes werden wir deshalb weitere Initiativen im Sozialausschuss ergreifen.

Artikel vom: 22.05.2018


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