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Thema: Newsletter, Nordstadt, Integration + Teilhabe, Soziales

Quartiersmanagement erhalten! Nordstadt stärken!

Quartiersmanagement erhalten! Nordstadt stärken! GRÜNE Ratsvertreter*innen kämpfen für nahtlose Fortführung einer Anlaufstelle im Quartier

Die Verträge für das Quartiersmanagement Nordstadt laufen zum 31. Dezember 2014 aus. Deshalb drängen die GRÜNEN im Rat auf eine Anschlussfinanzierung, um die dauerhafte Präsenz der Quartiersmanager*innen vor Ort sicherzustellen. Der lückenlose Fortbestand der anerkannten Anlaufstelle im Quartier ist in Gefahr, weil die Verwaltung ein Konzept zur dauerhaften Fortführung des Quartiersmanagements Nordstadt noch nicht vorgelegt hat. Dabei hat der Rat sie bereits vor einem Jahr damit beauftragt.

„Nordwärts“ hinter verschlossenen Türen 

Wie kann das Quartiersmanagement Nordstadt Bewohner*innen dauerhaft aktivieren und zu einer Verbesserung der Wohn- und Lebenssituation im Stadtteil beitragen, wenn seine Zukunft ungewiss und die Unterbrechung seiner Arbeit für mindestens sechs Monate billigend in Kauf genommen wird? Und wie bindend ist ein Ratsbeschluss, der vor einem Jahr die Verwaltung beauftragt hat, „ein Konzept zur dauerhaften Fortführung des Quartiersmanagements Nordstadt (…) ab dem Jahr 2015 zu erstellen“? Diese Fragen drängen sich auf, wenn man zusehen muss, wie die Verwaltung zwölf Monate verstreichen lässt, ohne dem Rat das geforderte Konzept zur Stadtteilarbeit in der Nordstadt vorzulegen. Stattdessen dringen Informationshäppchen über ein übergreifendes Projekt „Nordwärts“ an die Öffentlichkeit, über das Oberbürgermeister Ullrich Sierau im erlauchten Kreis hinter verschlossenen Türen zu diskutieren scheint. 

Die Arbeit des Quartiersmanagements Nordstadt ist anerkannt 

Dabei ist die Arbeit der Quartiersmanager*innen in der Nordstadt anerkannt und wurde vom Rat bereits 2009 als „notwendige und wichtige Daueraufgabe der Kommune“ angesehen. Und auch auf der offiziellen Internetseite der Stadt heißt es über das Quartiersmanagement Nordstadt: „Ziel ist es, nachhaltig die Entwicklung der Nordstadt zu einem durch städtebauliche, kulturelle und soziale Vielfalt geprägten und zunehmend attraktiven Stadtteil zu befördern“. Doch wie nachhaltig kann ein Projekt wirken, wenn die Stellen der Quartiersmanager*innen für mehrere Monate nicht finanziert werden? 

Verbesserung des Stadtteils ist das Ziel 

2002 wurde das Quartiersmanagement Nordstadt mit drei Vor-Ort-Büros (Hafen, Borsigplatz und Nordmarkt) mit Fördermitteln aus dem EU-Programm Urban II als Vermittler zwischen Bewohner*innen, Wohnungswirtschaft, privaten Immobilieneigentümer*innen, Gewerbetreibenden, sonstigen Akteuren sowie Politik und Verwaltung eingerichtet. Ziel dieser Vernetzungsstelle war und ist, die Situation im Stadtteil zu verbessern. Die Quartiersmanager*innen sollen dabei nicht nur die Umsetzung der politischen Ziele des Landesprogramms Soziale Stadt NRW – Dortmund Nordstadt, sondern auch das vielfältige Engagement von Vereinen, Wohnungsunternehmen, privaten Eigentümer*innen, Gewerbetreibenden, Religionsgemeinschaften und Bildungsträger*innen in der Nordstadt unterstützen und vernetzen. 

Keine Vertragsverlängerung 

Nachdem das Projekt bis 2009 aus Mitteln der Stadterneuerung finanziert worden ist, wird es seitdem mit städtischen Mitteln in Höhe von zunächst 340.000 Euro jährlich (2010) und für 2011 bis 2013 mit 240.000 Euro im Jahr finanziert, weil die Stadt die Notwendigkeit dieser dauerhaften Arbeit vor Ort erkannt hat. Zum 31. Dezember 2014 laufen die Stellen der vier Quartiersmanager*innen aus und sie sollen laut Auskunft der Stadt auch nicht verlängert werden. „Eine Anschlusslösung wird es geben“, hat Stadtsprecher Udo Bullerdieck noch im März versprochen. Da waren die Ratsvertreter*innen noch zuversichtlich, dass die Verwaltung ihnen rechtzeitig das Konzept zur dauerhaften Fortführung des Quartiersmanagements Nordstadt vorlegt, das sie am 30. September 2013 in Auftrag gegeben hatten.  

Zukunft bleibt im Dunkeln 

Doch davon ist schon lange keine Rede mehr. Wie und wann das Quartiersmanagement Nordstadt weitergeführt werden soll, bleibt im Dunkeln. Mit einem übergeordneten Projekt „Nordwärts“ will der Oberbürgermeister die Richtung für abgestimmte Lösungen vorgeben, die die bisherigen Angebote verzahnen – bisher allerdings nur hinter verschlossenen Türen. Zur Finanzierung will  Planungsdezernent Martin Lürwer Ende Oktober einen Förderantrag zu einem Sondertopf des Bundesprogramms Soziale Stadt stellen. Frühestens im Juli 2015 könnte das Quartiersmanagment dann seine vielleicht vom Bund geförderte Arbeit fortsetzen ­- viel zu spät, um die beruflichen Perspektiven der Quartiersmanager*innen sicherzustellen. Vor lauter Weitblick scheint Sierau die Zukunft der Menschen, die sich vor Ort engagieren und die Kontinuität einer Anlaufstelle im Stadtteil völlig aus den Augen verloren zu haben. 

GRÜNE fordern lückenlose Weiterführung 

Deshalb sind Rats- und Stadtbezirksvertreter*innen der GRÜNEN am 16. September auf die Straße gegangen. „Quartiersmanagement erhalten! Nordstadt stärken!“ haben sie öffentlichkeitswirksam vor den Räumen des Quartiersmanagements Nordstadt in der Mallinckrodtstraße gefordert. Der Protest zeigte Wirkung: Nur eine Stunde später kündigte der Oberbürgermeister doch noch eine Zwischenlösung an. Wir GRÜNE werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass die unverzichtbare Arbeit des Quartiersmangements Nordstadt übergangslos fortgesetzt wird – als notwendiges Signal, dass die Probleme im Stadtteil nicht nur gesehen, sondern auch praktisch und nah bei den Betroffenen angegangen werden.

Artikel vom: 30.09.2014


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