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Art: Pressemitteilung

Thema: Stadt + Rat

Atomarer Unfall: Tablettenlutschen hilft nicht gegen Strahlung

In Aachen werden seit der vergangenen Woche Jodtabletten an die Bevölkerung verteilt, die bei einem möglichen atomaren Unfall im belgischen Atomkraftwerk Tihange gegen die Aufnahme von radioaktivem Jod schützen sollen. Das Atomkraftwerk hatte in der Vergangenheit genauso wie das AKW Doel immer wieder gravierende Sicherheitsmängel aufgewiesen. Auch in Deutschland sind aktuell noch immer acht Atomkraftwerke in Betrieb. Dortmund wäre aller Voraussicht nach von einem atomaren Unfall insbesondere der belgischen AKW betroffen. Hier ist aber hinsichtlich der Vergabe von Jodtabletten ein anderes Verfahren als in Aachen angedacht. Ein schlüssiges Konzept gibt es bisher aber noch nicht. Das hat die Verwaltung auf eine Anfrage der GRÜNEN Ratsfraktion mitgeteilt.

Svenja Noltemeyer, Ratsmitglied der GRÜNEN: „In Dortmund sollen die eingelagerten 485.000 Jodtabletten erst dann verteilt werden, wenn es zu einem Katastrophenfall in Tihange gekommen ist. Nach Aussage der Verwaltung reicht die dann zur Verfügung stehende Zeit dafür aus. Gleichzeitig stellt sie aber auch klar, dass die Einnahme von Jodtabletten nicht gegen andere radioaktive Substanzen schützen, die schwere Erkrankungen wie Krebs und Leukämie verursachen können. Tablettenlutschen hilft eben doch nicht gegen atomare Strahlung. Besser als jede Tablette wäre deshalb ein anderes und wirksameres Mittel: Das schnellstmögliche Abschalten aller noch laufenden Atomkraftwerke. Dass die Bundesregierung stattdessen trotz der massiven Sicherheitsbedenken weiterhin deutsche Brennelemente für den Reaktor in Tihange liefert, ist ein Skandal.“

Für die Vorgehensweise bei der Verteilung der Jodtabletten wird nach Aussage der Verwaltung derzeit zwischen der Feuerwehr und dem Gesundheitsamt ein entsprechendes Konzept erarbeitet. Da alle Kreise und kreisfreien Städte in Nordrhein-Westfalen diese Aufgaben erbringen müssen, arbeiten die entsprechenden Fachverbände und Ministerien der Katastrophenschutz- und Gesundheitsverwaltung intensiv an der Klärung der aufgeworfenen Fragestellungen und versuchen, ein möglichst einheitliches Verteilungskonzept aufzustellen. Für Dortmund wird derzeit gemeinsam mit der Ortsgruppe des Apothekerverbandes geprüft, ob eine dezentrale Einlagerung und Abgabe der Jodtabletten an die Bevölkerung im Katastrophenfall über die im Stadtgebiet vorhandenen Apotheken realisiert werden kann.

Svenja Noltemeyer: „Wie in Aachen soll es aber auch in Dortmund keine Tabletten für Personen über 45 Jahre geben, weil hier die Nebenwirkungen höher als deren Nutzen sein sollen. Beruhigend ist das alles nicht.“

Artikel vom: 07.09.2017


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