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Art: Pressemitteilung

Thema: Bauen + Wohnen

GRÜNE: Mieter*innen und Stadt müssen Verantwortungslosigkeit von Wohnungseigentümern ausbaden

Zur Evakuierung des Hannibal II in Dorstfeld äußern sich Ingrid Reuter und Ulrich Langhorst, Fraktionssprecher*in der GRÜNEN:

„Das Gefühl, von einer zur anderen Minute wohnungslos zu werden, ist unvorstellbar. Wir haben größtes Mitgefühl für die Menschen, die gestern innerhalb von wenigen Stunden ihre Wohnungen verlassen mussten. Doch die Aktion der Stadt, das Hannibal-Gebäude nach Bekanntwerden der akuten Brandschutzmängel umgehend räumen zu lassen, war nach unserem jetzigen Kenntnisstand genau richtig und gut organisiert.

Ein Skandal ist hingegen das Gebaren der Immobilien-Heuschrecken, die auch in Dorstfeld für den Hannibal die Verantwortung haben. Der Hannibal-Komplex sorgt seit dem Verkauf durch die Dogewo an wechselnde Investmentfonds und Spekulanten, die sich am allerwenigstens um die Bedürfnisse der Mieter*innen kümmern, immer wieder für Schlagzeilen. Der Gebäudekomplex in Dorstfeld ist ein bezeichnendes Beispiel für die Folgen von Immobilienspekulationen: Rendite geht vor Investition, Mieten werden kassiert, Instandhaltungen immer wieder hinausgeschoben.

Mit der gestrigen Aktion wird jetzt die Tragweite solchen Gebarens klar: Die Stadt muss in Vorleistung für verantwortungslose Wohnungseigentümer treten. Dabei wird es am Ende - neben dem Schicksal der Mieter*innen - um Millionenbeträge gehen. Es kann nicht sein, dass aus kommunalen Kassen und auf dem Rücken der Mieter*innen ordnungspolitisches Versagen finanziert wird. Wir erwarten, dass die Verwaltung in der Ratssitzung am Donnerstag einen umfassenden Sachstandsbericht vorlegen wird. Denn für uns stehen jetzt viele Fragen im Raum: zum Beispiel, was es mit den verändernden Baumaßnahmen auf sich hat und warum diese nicht brandschutzrechtlich abgenommen wurden. Dabei rückt der Berliner Eigentümer und die Frage von Verantwortlichkeiten ins Visier. Für die betroffenen Mieter*innen muss jetzt schnellstens Klarheit über das weitere Vorgehen geschaffen werden. 800 Menschen stehen vor der Frage, wie das Leben ohne eigene Wohnung weiterlaufen soll und vor allem, wie lange. Sie brauchen schnellstmöglich Alternativen zur Unterbringung in der Körnig-Halle und Informationen über ihre langfristige Perspektive. Denn nach einer ersten Einschätzung der Verwaltung sind die Mängel wohl nicht kurzfristig zu beheben.“

Artikel vom: 22.09.2017


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