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Thema: Umwelt + Verkehr

Zu heiß, zu trocken, zu extrem. Unser Klima braucht Hilfe

Pressemitteilung

Verdorrter Rasen statt grüner Parkwiesen, braune Blätter auf den Straßen wie im Herbst, Hitzeblasen im Asphalt und Dachwohnungen, die bei über 30 Grad nicht mehr bewohnbar sind - das sind die Kehrseiten des diesjährigen Sommers in Dortmund.

Über Sonnenschein und sommerliche Temperaturen in den Ferien freut sich jeder. Doch dieses Jahr zeigt, dass wir immer häufiger extreme Wetterlagen erleben. Neben der Hitze gab es im August in Dortmund auch Unwetter mit Starkregen und Sturm, die kurzerhand Bäume wegfegten und die Bahn lahmlegten. Im Februar war es in Dortmund so kalt wie schon lange nicht mehr und danach folgte ungewöhnlich viel Regen. Das passt zu den Einschätzungen von Klimaforscher*innen, wonach nicht nur Hitze und Dürre, sondern auch Kälte und Unwetter wie Stürme, Hagel und Starkregen als Folge der Erderwärmung zunehmen werden.

Ingrid Reuter, Fraktionssprecherin der GRÜNEN: "In Dortmund haben wir schon mehrfach extreme Wetterereignisse erlebt. Deshalb hat der Rat der Stadt schon vor zehn Jahren beschlossen, ein Handlungsprogramm für den Klimaschutz aufzulegen. Damit gehörte Dortmund zu den ersten Kommunen, die konkrete Ziele und Maßnahmen zum Klimaschutz beschlossen haben. Doch das im Handlungsprogramm definierte Ziel, die CO2-Emissionen in Dortmund bis 2020 um 40 % gegenüber 1990 zu senken, wird wohl nicht erreicht: Bis 2014 konnte die CO2-Bilanz vor Ort lediglich um 25 % reduziert werden. Und spätestens nach diesem Sommer ist klar, so kann es nicht weitergehen."

Auch wenn einzelne Wetterereignissen nicht direkt auf den Klimawandel zurückzuführen sind - der aktuelle Jahresbericht der US-Klimabehörde NOAA zeigt, dass sich der Planet im Klimatrend aufwärmt. Die Konzentrationen an Treibhausgasen wie CO2 zum Beispiel stiegen 2017 auf neue Höchstwerte, auch in Deutschland. Auch der Deutsche Städte- und Gemeindebunds warnt, dass die Städte auf den voranschreitenden Klimawandel nicht eingestellt sind und fordert zusätzliche Mittel von Bund und Land für eine optimierte Wasserversorgung, mehr Grün in der Stadt sowie den Anbau von Pflanzen, die für den Klimawandel besser gewappnet sind. Die GRÜNEN auf Bundesebene haben aktuell einen Aktionsplan vorgelegt, der Klimaschutz und Klimaanpassung verbindet und auch Handlungsmöglichkeiten in den Kommunen aufführt.

Ingrid Reuter: "Natürlich ist der Klimawandel ein weltweites Problem. Aber es gibt auch auf kommunaler Ebene eine Vielzahl von Möglichkeiten, für eine weitere Absenkung der CO2-Werte zu sorgen. Wir haben deshalb schon vor den Ferien die Fortschreibung und Weiterentwicklung des Handlungsprogramms Klimaschutz beantragt. Die Stadt muss zukünftig noch gezielter auf die neuen Wetterereignisse reagieren. So heizen beispielsweise versiegelte Flächen die Umgebung unnötig auf und können zudem kein Regenwasser aufnehmen - ein großes Problem in der Innenstadt, aber auch in vielen Neubausiedlungen. Deshalb sollte ein Programm zur Wiederherstellung natürlicher Böden als CO2- und Wasserspeicher aufgelegt werden. Der ökologische Hochwasserschutz muss weitergeführt werden und wir brauchen einen Städte- und Wohnungsbau, der die Entwicklungen der Klimakrise noch stärker berücksichtigt. Das heißt: mehr Bäume, mehr Wasser- und Schattenflächen sowie der konsequente Erhalt von Frischluftschneisen für die Stadt. Dies sollte zukünftig auch in die Überlegungen für das Handlungsprogramm einfließen. Letztlich gibt es aber keine Alternative zur konsequenten Minderung von CO2-Emissionen. Jedes Grad Erderwärmung entscheidet über die Auswirkungen der Klimakrise in den nächsten Jahrzehnten. Daher kommt es weiterhin vor allem auf jede eingesparte Tonne CO2 auch in Dortmund an."

Artikel vom: 16.08.2018


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