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Art: Pressemitteilung

Thema: Umwelt + Verkehr

Sanierung abschließen und Arbeitnehmer entschädigen

Ingrid Reuter, Fraktionssprecherin der Dortmunder GRÜNEN zur erichterstattung zur Envio-Sanierung: "Es ist unerträglich, dass sich der Abschluss der Sanierungsmaßnahmen auf dem ehemaligen Envio-Areal aus formalen Gründen seitens des Landes nochmal wieder verzögert. Einmal mehr lässt man hier das nötige Fingerspitzengefühl im Umgang mit dem Umweltskandal vermissen. Dabei sollte es im Interesse aller liegen, die letzten Quellen der PCB-Belastung, da wo es grundsätzlich möglich ist, endlich zu beseitigen.

Für die ehemaligen Mitarbeiter gilt das nicht. Sie werden ihre gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch die Vergiftung ein Leben lang behalten. Das ist der eigentliche Skandal: Noch immer kämpfen die Betroffenen dafür, dass diese Vergiftung und die daraus resultierenden Erkrankungen überhaupt anerkannt werden. Auf Nachfrage der GRÜNEN bestätigte die Verwaltung, dass durch die Anreicherung von PCB im menschlichen Körper vermehrt Veränderungen im Schilddrüsenstoffwechsel, häufiger Diabeteserkrankungen oder auch vermehrt Hautveränderungen festgestellt wurden. Das ist das bisherige Ergebnis eines für die ehemaligen Envio-Mitarbeiter laufenden Untersuchungs- und Nachsorgeprogramms. Trotzdem warten die Betroffenen bis heute auf die Anerkennung der Belastungen als Berufskrankheit - und damit auf die mindeste Form einer Entschädigung.

Und der eigentliche Skandal ist, dass der Prozess gegen die Hauptverantwortlichen im vergangenen Jahr gegen die Zahlung einer Geldauflage von rund 80.000 Euro eingestellt wurde, während die Steuerzahler*innen - und damit unter anderem auch die ehemaligen Envio-Mitarbeiter - rund 7,5 Mio. Euro berappen müssen. Das fatale öffentliche Zeichen, dass die Verursacher solch großer Umweltschäden nicht zwangsläufig zur Verantwortung gezogen werden können, ist ein zusätzlicher Kollateralschaden."

Artikel vom: 12.01.2018


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