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Art: Pressemitteilung

Thema: Stadt + Rat

Atomarer Unfall: Keine Jodtabletten für Menschen über 45

485.000 Jodtabletten hat die Stadt laut Pressemitteilung aus dem vergangenen Jahr für einen atomaren Notfall eingelagert. Im Einsatzfall sollen diese Tabletten vor allem an Kinder und Schwangere verteilt werden. Personen über 45 Jahre bekommen keine Tabletten, weil hier die Nebenwirkungen höher als deren Nutzen sein sollen. Die GRÜNEN wollen nun in einer Anfrage von der Verwaltung wissen, welche grundsätzlichen Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung bei einer atomaren Katastrophe vorgesehen sind, wie die gelagerten Medikamente im Katastrophenfall verteilt werden und was mit denjenigen passiert, die keine Tabletten erhalten.

Ingrid Reuter, Fraktionssprecherin der GRÜNEN: „Auch am 31sten Jahrestag der atomaren Katastrophe von Tschernobyl sind die Gefahren eines atomaren Unfalls und einer atomaren Verseuchung bei uns noch lange nicht gebannt. Im Gegenteil: Noch immer sind aktuell acht deutsche Atomkraftwerke in Betrieb. Und nur wenige hundert Kilometer von uns entfernt laufen die belgischen Atomkraftwerke Tihange 2 und Doel, die immer wieder Sicherheitsmängel aufgewiesen haben. Fast monatlich gibt es dort Störfälle, tausende Risse im Reaktordruckbehälter stellen eine Gefahr auch für große Teile Deutschlands dar. Auch Dortmund wäre von einem atomaren Unfall betroffen. Zudem grenzt die ursprüngliche 100-Kilometer Sicherheitszone des bis 2035 rückgebauten Atomkraftwerks Lingen an die nördlichen Dortmunder Vororte. Wir wollen deshalb wissen und beraten, wie die Stadt konkret bei einem atomaren Unfall die Bürger*innen schützt.“

Bereits im letzten Jahr hatte der Rat auf Initiative der GRÜNEN den Beschluss gefasst, die Klagen der StädteRegion Aachen gegen den Weiterbetrieb der belgischen Kernkraftwerke zu unterstützen. Anfang April fiel ergänzend dazu der Beschluss, dafür 1000 Euro bereit zu stellen.

Ingrid Reuter: „Es ist ein Skandal, dass die Bundesregierung trotz der massiven Sicherheitsbedenken weiterhin deutsche Brennelemente für den Reaktor in Tihange liefert. Und das, obwohl die Gefahr einer atomaren Katastrophe auch von offizieller Seite gesehen wird. Denn das zeigt die Tatsache, dass die Stadt für diesen Fall 485.000 Jodtabletten eingelagert hat. Es ist allerdings wenig beruhigend, dass alle Bürger*innen über 45 Jahren von einer Verteilung ausgeschlossen sind. Warum? Wieso sind hier laut Stadt die Nebenwirkungen höher als deren Nutzen? Welche anderen Maßnahmen sind für diese Bevölkerungsgruppe angedacht? Wie sollen die Tabletten im Notfall verteilt werden? Und schließlich: Was sollen Jodtabletten wirklich bei einer atomaren Katastrophe helfen? Letztendlich muss man festhalten: Besser als jede Tablette gegen Strahlungen ist das schnellstmögliche Abschalten der noch laufenden Atomkraftwerke.“

Artikel vom: 25.04.2017


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