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Art: Pressemitteilung

Thema: Soziales

Wohnungslosigkeit - Anfrage der GRÜNEN bestätigt Handlungsbedarf

Die GRÜNEN im Rat sehen ähnlich wie die LINKEN dringenden Handlungsbedarf bei den städtischen Hilfen für wohnungslose Menschen. Dabei regen die GRÜNEN an, auch über neue Konzepte wie das sogenannte „Housing first“ nachzudenken.

Ulrich Langhorst, Fraktionssprecher der GRÜNEN: „Unsere Anfrage zur Wohnungslosenhilfe aus dem letzten Jahr hat deutlich gemacht, dass die bisherige Konzeption der Stadt für wohnungslose Menschen an vielen Stellen nicht mehr passt und überarbeitet werden muss. Das betrifft die Ausweitung der vorhandenen Übernachtungsplätze, die Öffnung geeigneter und aktuell nicht mehr benötigter Flüchtlingsunterkünfte für obdachlose Menschen sowie einen Kälte- oder Mitternachtsbus als mobiles Hilfsangebot. Unser Antrag auf Einrichtung eines solchen Busses, der in der Vergangenheit unter anderen auch immer wieder vom Gasthaus gefordert wurde, ist allerdings von SPD und CDU während der Haushaltsberatungen Ende des letzten Jahres abgelehnt worden. In der Antwort auf unsere Anfrage hatte die Verwaltung eine Überprüfung der Erweiterung der Männerübernachtungsstelle in der Unionstraße angekündigt. Hier warten wir genauso auf eine Antwort wie auf unsere mündliche Anfrage im letzten Sozialausschuss zur Nutzung von leerstehenden Unterkünften.“

Die Zahl wohnungsloser Menschen hat sich auch in Dortmund in den letzten Jahren nicht nur durch Wohnungsnot und zunehmende Armut, sondern auch durch den Zuzug insbesondere von Asylbewerber*innen und EU-Zuwanderer*innen erheblich vergrößert. Gerade diese Menschen sind allerdings von den meisten Hilfeleistungen ausgeschlossen, für sie bleiben im Fall der Bedürftigkeit meist nur die Tagestreffs, Suppenküchen oder Notfallambulanzen, wo ihnen unabhängig von ihren rechtlichen Ansprüchen geholfen wird.

Ulrich Langhorst: „Dazu kommt eine größere Anzahl von Menschen ohne Wohnung, die in Billigpensionen leben oder bei Freund*innen, Verwandten oder Bekannten vorübergehend Unterschlupf finden. Viele von ihnen wollen sich aus unterschiedlichen Gründen nicht in den städtischen Übernachtungsstellen aufhalten. Wichtig sind deshalb nicht nur der von uns immer wieder geforderte Ausbau von Sozialwohnungen, sondern auch neue innovative Angebote wie zum Beispiel das Konzept des ,Housing first‘.“ Das „Housing first“ wird seit einigen Jahren in anderen europäischen Ländern praktiziert und ist eine Alternative zum herkömmlichen System von Notunterkünften und vorüber-gehender Unterbringung. Der Ansatz basiert darauf, dass eine obdachlose Person oder Familie als Erstes und Wichtigstes eine stabile Unterkunft braucht und andere Angelegenheiten erst danach angegangen werden sollten. Die meisten anderen Programme arbeiten hingegen mit einem Modell der „Wohnfähigkeit“, was bedeutet, dass andere Probleme, die zur Wohnungslosigkeit geführt haben, zuerst behoben werden müssen.

Das „Housing first“ geht stattdessen davon aus, dass jeder Mensch wohnen kann und sich nicht erst dafür qualifizieren muss. Auch das Sozialministerium NRW favorisiert diesen Ansatz. „Das alles zeigt, dass wir mit der bisherigen Struktur der Wohnungslosenhilfe in Dortmund an die Grenzen stoßen. Wir brauchen deshalb eine grundsätzliche Diskussion um eine Neustrukturierung der Hilfen und Angebote“, so Ulrich Langhorst abschließend.

Artikel vom: 10.01.2017


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