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Art: Pressemitteilung

Thema: Umwelt + Verkehr, Bauen + Wohnen

GRÜNE: Altflächen aufarbeiten, statt Freiflächen verbrauchen

Die geplante Ausweisung der Freiflächen am Buddenacker und im Südosten von Asseln als Ackerflächen ist für die GRÜNEN im Rat eine erfreuliche Nachricht. Sie hatten immer wieder für die Aufgabe der Pläne der Wirtschaftsförderung zur Gewerbeansiedlung auf diesen Freiflächen gekämpft. Aus GRÜNER Sicht sollten aber auch weitere Freiflächen nicht mehr als Potenzial-fläche für Gewerbegebiete ausgewiesen werden.

Ingrid Reuter, Fraktionssprecherin der GRÜNEN: „Es besteht weiterhin keine Notwendigkeit, den Osterschleppweg als Bereich für gewerbliche und industrielle Nutzungen auszuweisen oder das Bebauungsplanverfahren für den Buddenacker weiterzuführen. Auch die Einstufung des Groppenbruch als regionaler Kooperationsstandort lehnen wir ab – denn all diese Flächen sind ökologisch viel zu wertvoll, um sie als Gewerbeflächen zu nutzen. Leider gab es dafür keine Mehrheit im Rat. Wir hoffen, dass aber zumindest auch beim Osterschleppweg das anstehende Gutachten den Wert des Bodens belegt. In den letzten zehn Jahren wurden im Schnitt lediglich 16 ha Gewerbefläche jährlich in Dortmund benötigt. Dafür haben wir genügend Reserven – auch ohne wertvolle Böden vernichten zu müssen. So ist zum Beispiel noch längst nicht die gesamte Fläche der Hoesch-Sinteranlage vermarktet. Hinzu kommt jetzt zudem die frei gewordene Fläche des ehemaligen HSP-Geländes und das ehemalige Knepper-Gelände.“ Aktuell gibt es im Stadtgebiet Dortmund 246 ha Angebots- und Potenzialflächen. Davon können 56 ha kurzfristig direkt vermarktet werden. Bei den restlichen 190 ha handelt es sich in der Regel um Industriebrachen, deren Verwertung nach umfassenden Aufbereitungs- und/oder Er-schließungsmaßnahmen möglich ist.

Martina Stackelbeck, GRÜNES Mitglied im Wirtschaftsausschuss: „Diese Altflächen müssen aus unserer Sicht jetzt vorrangig in Angriff genommen werden. Neben der dafür vom Land vorgesehenen Unterstützung sollte hierfür auch konsequent das Verursacher-Prinzip angewandt werden. Damit stünden für eine zukunftsweisende Gewerbe- und Industrieentwicklung in Dortmund und in der Region – und damit ist nicht die Logistikbranche gemeint, die viel Platz braucht und am Ende wenig qualifizierte Arbeitsplätze schafft -– ausreichend Wirtschaftsflächen zur Verfügung. Die Suche nach alternativen Freiflächen für Gewerbeansiedlung sehen wir kritisch. Für uns ist der Freiflächenschutz ein wichtiger Faktor in der Stadtentwicklung. Bei der Ausweisung weiterer Gewerbegebiete sollte deshalb deutlich stärker überregional gedacht werden. Die interkommu-nale Zusammenarbeit in der Gewerbeflächenplanung ist eine zukunftsweisende Aufgabe. Die gesamte Industrieregion Ruhr verfügt über reichlich Brachflächen. Ihre Nutzung ist ein wichtiger Beitrag, um Freiflächenverbrauch einzudämmen und Pflanzen, Tiere und Landwirtschaft für die nachfolgenden Generationen zu schützen. Der Schutz von Freiflächen ist auch möglich, ohne die Ansiedlung neuer Unternehmen und eine erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung der Region zu behindern.“

Artikel vom: 11.09.2017


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