Menü mit Informationen über die Fraktion:
Sie befinden sich hier:  Meldung Ansicht

Menü mit den Themen:

Newsletter

Immer gut informiert!

Hier können Sie unseren Newsletter abonnieren:

Vorname:

Name:

E-Mail-Adresse:

HTML E-Mail?


Inhalte:

Art: Pressemitteilung

Thema: Nordstadt

Albertus-Magnus-Kirche - Chance vertan von Teilen der BesetzerInnen, Kirche und Stadt

Die GRÜNEN bedauern, dass durch den heutigen Polizeieinsatz und die dadurch erfolgte faktische Räumung der Albertus-Magnus-Kirche eine Chance für die Nordstadt vertan worden ist.

Daniel Schneckenburger, Landtagsabgeordnete der GRÜNEN: “Es ist klar, dass die Polizei ermitteln muss, wenn die Staatsanwaltschaft die Steinwürfe vom vergangenen Samstag als Tötungsdelikt bewertet. Es ist gut, dass sich die in der Kirche Aktiven klar von den Steinewerfern distanziert und bereits am letzten Wochenende durchgesetzt haben, dass diese die Kirche verlassen. Diejenigen, die für die Steinwürfe verantwortlich sind, haben dem Projekt eines Sozialen Zentrums schwer geschadet. Denn faktisch ist mit der Durchsuchung und der Beweissicherung auch die Räumung der Kirche verbunden. Rätselhaft ist, warum die Staatsanwaltschaft die Kirche erst fast eine Woche nach den Vorfällen als Tatort durchsucht. Dass fast eine Woche später noch Spuren zu sichern sind in einem Gebäude, das in der Zwischenzeit zahlreiche BesucherInnen hatte, erscheint unwahrscheinlich. Die Staatsanwaltschaft sollte dies erklären, schon um den Anschein zu vermeiden, dass mit der Durchsuchung eine Räumung auf „kaltem Weg“ beabsichtigt worden ist. Das Engagement von jungen Menschen in der Nordstadt für ihren Stadtteil und der Versuch, ein soziales Zentrum in einem leerstehenden Gebäude einzurichten, ist absolut begrüßenswert. Gerade die Nordstadt braucht Engagement und Identifikation der Menschen mit dem Stadtteil. Es wäre bitter, wenn dieser Keim eines bewohnergetragenen sozialen Projektes mit der Durchsuchung und Räumung zerstört ist und sich keine andere Möglichkeit findet, selbstbestimmtes soziales Engagement in der Nordstadt zu verwirklichen.“

Ulrich Langhorst, Fraktionssprecher der GRÜNEN: „Wir haben die friedlichen BesetzerInnen der Albertus-Magnus-Kirche bei unseren Besuchen als hochmotiviert und verantwortungsvoll erlebt. Es war beeindruckend, wie sie innerhalb kurzer Zeit versucht haben, die Kirche bewohnbar zu machen und dabei die Nachbarschaft der Straße eingebunden haben. Den Zuspruch und die Solidarität, die sie erhalten haben, zeigen, dass die Idee eines selbstverwalteten sozialen Zentrums in der Nordstadt auf ein positives Echo gestoßen ist. Das Bistum als Eigentümerin hat die Kirche und die dazu gehörenden Räumlichkeiten über Jahre verfallen lassen. Es ist mehr als bedauerlich, dass den BesetzerInnen nicht mehr Zeit eingeräumt wurde, ihr Projekt weiter zu entwickeln und gemeinsam mit Kirche und Stadt nach Möglichkeiten einer Umsetzung zu suchen.

Das Projekt „Soziales Zentrum Avanti“ hätte zur Keimzelle eines selbstverwalteten Sozialen Zentrums werden können, das insbesondere der Nordstadt und ihren Strukturen gut getan hätte. Nach der faktischen Räumung und dem unkooperativen Verhalten des Kirchenvorstands ist die Albertus-Magnus-Kirche für dieses Projekt wahrscheinlich nicht mehr nutzbar. Das muss aber nicht heißen, dass damit auch die Idee des Sozialen Zentrum gestorben sein muss. Die Stadt hat sich bis heute vollkommen aus der Besetzung und den Forderungen und Vorstellungen heraus gehalten. Sie wäre gut beraten, wenn sie nun nach konkreten räumlichen Möglichkeiten suchen würde, um das Engagement der BesetzerInnen an eventuell anderer Stelle für den Stadtbezirk zu nutzen. Wir GRÜNE werden das entsprechend thematisieren.“

Artikel vom: 01.09.2014


Menü mit den Spezialthemen:

Aktuell in Dortmund

Flucht
Rechts gegen Rechts
Ost-West-Tangente
Nordstadt