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Art: Pressemitteilung

Thema: Umwelt + Verkehr, Klimaschutz + Energie

Flughafen: Luftschlösser statt Luft nach oben

Aus Sicht der GRÜNEN Fraktion im Rat zeigt sich nun auch hinsichtlich des Flughafens sehr schnell, welche negativen Auswirkungen die Politik der neuen Landesregierung aus CDU und FDP hat. Während der Flughafen auch auf Betreiben der GRÜNEN Landtagsfraktion im Landesentwicklungsplan nur als regionalbedeutsam eingestuft und ein Ausbau damit erschwert worden war, will die neue Landesregierung diese Einstufung wieder aufheben. Das geht im Zweifelsfall zulasten der Anwohner*innen und der Umwelt.

Ingrid Reuter, Sprecherin der GRÜNEN Ratsfraktion: „Auch die Ankündigung der Landesregierung, den Flughafen im Landesentwicklungsplan anders einzustufen, wird den Flughafen auf Dauer nicht retten. Denn die aktuelle Berichterstattung zeigt erneut, welch gravierenden Schwachstellen der Flughafen hat. Und sie macht deutlich: Wer am Flughafen Luft nach oben sieht, könnte sich schnell in einem Luftschloss wiederfinden. Momentan sorgt Wizz-Air mit 1,17 Millionen für über die Hälfte der in Dortmund gezählten Passagiere. Damit ist die wirtschaftliche Entwicklung des Flughafens in einem hohen Maß vom Gutdünken einer einzigen Airline abhängig, die jederzeit frei ist, sich woanders anzusiedeln. Das ist nicht ohne Gefahr. Denn eine ähnliche Abhängigkeit hat der Flughafen schon mehrmals erlebt und musste dann jeweils heftige Anstrengungen unternehmen, um die Abwanderung der Airline zu kompensieren. Ein Anstieg der Passagierzahlen ist weder mit der Änderung des Landesentwicklungsplans, noch mit dem Traum einer längeren Start- und Landebahn und größeren Flugzeugen zu erreichen. Auch das zeigen die Äußerungen des Luftfahrtexperten der Deutschen Bank eindeutig, wenn er davon spricht, dass das Potenzial für neue Airlines oder neue Verbindungen eingeschränkt ist. Der Grund ist einfach: Es gibt in Nordrhein-Westfalen nicht zu wenige, sondern zu viele Flughäfen. Auf Dauer muss das zwangsläufig zu Schließungen und nicht zu Ausweitungen führen.“

Auch gesamtgesellschaftlich kann es aus Sicht der GRÜNEN kein Ziel sein, den Flugverkehr weiter auszuweiten – weder in Dortmund noch sonst wo. Denn das führt zu noch mehr Fluglärm zulasten der Anwohner*innen und heizt auch den Klimawandel weiter an. Dass viele Reiseziele nicht nur ökologischer, sondern sogar schnell erreichbar sind, zeigt die Zugverbindung nach Paris, mit der man in weniger als fünf Stunden vom Dortmunder Hauptbahnhof das Zentrum der französischen Hauptstadt erreicht. Und auch die Senkung des Flughafenminus im letzten Jahr auf 14,8 Millionen Euro ist aus Sicht der GRÜNEN eher eine Nebelkerze als ein Hoffnungsschimmer. Denn sie konnte nur durch die Auflösung von Rückstellungen sowie durch eine Reduzierung von Abschreibungen erreicht werden – ein Einmaleffekt.

Ingrid Reuter: „Auch 15 Millionen Euro Defizit sind 15 Millionen zu viel. Denn sie werden über die DSW 21 von den Kund*innen der Stadtwerke bezahlt und fehlen an anderen Stellen – zum Beispiel beim qualitativen Ausbau von Stadtbahn, Bus und H-Bahn. Und sie sind noch immer 15 Millionen Euro zu viel für die schwarze Null, die der Flughafen ab 2023 auf Anforderung der EU erreichen muss. Nur dann bleibt ihm eine Rückzahlung nicht erlaubter Subventionen in Millionenhöhe erspart. Auch wenn Herr Mager sich immer wieder um Optimismus bemüht: Die Bedeutung des Flughafens ist weit weniger groß als von den Befürworter*innen immer ins Feld geführt wird. Daran ändert auch die Aufhebung der Einstufung als Flughafen von nur regionalwirksamer Bedeutung nichts. Die Konsequenz aus alledem kann nur sein, die Ausbaufantasien des Flughafens endgültig zu den Akten zu legen. Statt eine Verlängerung der Start-und Landebahn zu planen, sollten sich die Verantwortlichen mittel- und langfristig eher mit der Rückabwicklung des Dortmunder Flughafens und einer sinnvollen und vor allem zukunftsweisenden Umnutzung beschäftigen.“

Artikel vom: 20.07.2017


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