Menü mit Informationen über die Fraktion:
Sie befinden sich hier:  Meldung Ansicht

Menü mit den Themen:

Newsletter

Immer gut informiert!

Hier können Sie unseren Newsletter abonnieren:

Vorname:

Name:

E-Mail-Adresse:

HTML E-Mail?


Inhalte:

Art: Pressemitteilung

Thema: Stadt + Rat

Tierschutzgesetz eröffnet neue Möglichkeiten - GRÜNE untersützen Antrag auf Katzenschutzverordnung

Nach einem Gespräch mit Vertreter*innen des Dortmunder Tierschutzvereins sowie des Katzenschutzvereins unterstützen die GRÜNEN im Rat den erneuten Antrag auf Erlass einer Katzenschutzverordnung. Mit einer solchen Verordnung soll eine Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für Freigängerkatzen vorgesehen werden, um die unkontrollierte Vermehrung und damit auch die Not freilebender Katzen auf Dauer zu vermindern. Der Antrag steht voraussichtlich auf der Tagesordnung der Sitzung des Ausschusses für Bürgerdienste am 10. Juli.

Svenja Noltemeyer, Mitglied der GRÜNEN im Ausschuss für Bürgerdienste: "Über 600 Städte und Gemeinden in Deutschland haben bereits eine solche Verordnung. Erst vor wenigen Monaten sind auch Unna, Essen und Köln dazu gekommen. Dortmund hat an dieser Stelle eine Lücke, die für die Situation frei lebender Katzen verheerend ist. Geschätzt gibt es etwa 15.000 verwilderte Katzen in Dortmund, viele von ihnen leben in größter Not, sind ausgezehrt, verletzt und so krank, dass sie umgehend eingeschläfert werden müssen, wenn sie eingefangen werden. Ihre Population nimmt unkontrolliert auch dadurch zu, dass unkastrierte Katzen von ihren Besitzer*innen Freigang erhalten. Eine Katzenschutzverordnung soll dazu beitragen, das einzudämmen."

In der Vergangenheit war eine solche Verordnung von der Verwaltung jedes Mal mit dem Hinweis abgelehnt worden, dass durch die große Zahl verwilderter Katzen keine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung ausgeht. Das Tierschutzgesetz bietet jedoch seit einigen Jahren eine andere Möglichkeit. Danach kann eine Verordnung erlassen werden, wenn sie zum Schutz der Katzen selber erforderlich ist.

Svenja Noltemeyer: "Und das genau dies notwendig ist, zeigt der Gesundheitszustand vieler eingefangener Katzen. Seit 2012 gab es in Dortmund jedes Jahr etwa 1000 durch die Tierschutzvereine finanzierte Kastrationen. Jährlich wendet alleine der Katzenschutzverein 100.000 Euro für Tierarztrechnungen auf. Aber auch das hilft nicht, solange unkastrierte Hauskatzen Freigang haben und für zusätzlichen Nachwuchs sorgen. Aufgrund der Zahlen musste das Dortmunder Tierheim in den vergangenen Jahren sogar mehrfach einen Aufnahmestopp für Katzen verhängen." Auf Antrag der GRÜNEN hatte die Verwaltung vor zwei Jahren die Erfahrungen anderer Städte mit einer Katzenschutzverordnung abgefragt. Dabei wurde überwiegend ein positives Fazit gezogen, auch weil die Verordnung zu einer größeren Sensibilisierung von Katzenbesitzer*innen geführt hat. Zu erhöhten Ausgaben der Städte führte das anscheinend nicht. "Schon bei der letzten Diskussion im Ausschuss 2017 hatte auch die Verwaltung auf die Regelungen im Tierschutzgesetz hingewiesen, durch die der Schutz der verwilderten Katzen in den Mittelpunkt gestellt wird. Dass hier Handlungsbedarf besteht, zeigen die vorliegenden Zahlen der Tierschützer*innen und der Tierärzte. Dreimal wurde eine Katzenschutzverordnung bisher im Ausschuss abgelehnt. Die Situation der verwilderten Katzen ist dadurch nicht besser geworden. Aber aller guten Dinge sind ja dieses Mal vielleicht vier", so Svenja Noltemeyer abschließend.

Artikel vom: 20.06.2018


Menü mit den Spezialthemen:

Aktuell in Dortmund

Flucht
Rechts gegen Rechts
Ost-West-Tangente
Nordstadt