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Thema: Newsletter, Soziales, Nordstadt

Café Berta bleibt

Trotz Diffamierungen: Das Café Berta verbessert als kleiner, aber wichtiger Baustein die Lebensbedingungen der Menschen in der Nordstadt.

Am 2. Januar letzten Jahres öffnete das Café Berta seine Türen. Als niederschwellige Aufenthalts- und Beratungseinrichtung für Alkohol konsumierende Menschen entstand es gegen den entschiedenen Widerstand der SPD im Rat und in der Nordstadt. Ein Jahr später zieht die Verwaltung nun ein positives Fazit

Die GRÜNE Ratsfraktion sieht sich in ihrer Unterstützung des Café Berta bestätigt: Die Verwaltung kommt zum Ergebnis, dass das Café gemeinsam mit dem Nordmarkt-Projekt der Diakonie zur Befriedung der Situation vor Ort beiträgt. Das Ordnungsamt und die Polizei bestätigen diese Einschätzung.

Im gesamten Jahr kamen 13.562 BesucherInnen. 422 Menschen wurden beraten, davon 48 in einem größeren Ausmaß. 40 Personen wurden in die Hilfesysteme vermittelt, 19 Personen wurden zusätzlich dorthin begleitet. Beschwerden über die Einrichtung aus der Nachbarschaft gab es keine.

GRÜNE Idee

Es war der GRÜNE Ordnungsdezernent Wilhelm Steitz, der 2009 die Idee hatte, einen Alkoholkonsumraum in der Nordstadt einzurichten. Hintergrund war die Erkenntnis, dass eine große Anzahl alkoholabhängiger Menschen auf dem Nordmarkt durch die vorhandenen Hilfsangebote nicht erreicht werden konnte. Für viele AnwohnerInnen des Nordmarktes war dies ein zunehmendes Ärgernis, der Nordmarkt wurde auch für Kinder zum Angstraum.

Ein Alkoholkonsumraum sollte als zusätzliches Angebot eine niederschwellige Aufenthalts - und Beratungsgelegenheit für Alkohol konsumierende Personen bieten und damit die Situation am Nordmarkt entspannen.

Vorbild war dabei „Hempels Trinkraum“ in Kiel. Auch hier war man bei der Konzeption des sogenannten Trinkraums von der Annahme ausgegangen, dass eine Einrichtung nur dann nachhaltig von ihrer Zielgruppe genutzt wird, wenn die Betroffenen – viele mit starkem Alkoholkonsum und teilweise entsprechendem Verhalten – dort auch Akzeptanz für ihre Situation finden. Auch „Hempels Trinkraum“ ist niederschwellig konzipiert. Ein Besuch setzt nicht zwingend voraus, zugleich auch sozialpädagogische Angebote annehmen zu müssen.

Während die SPD von Beginn an diese Ideen mit Begriffen wie „Saufraum“ diffamierte, stießen die Überlegungen des GRÜNEN Dezernenten in den anderen Fraktionen auf Zustimmung. Auf Antrag der GRÜNEN Fraktion kamen Anfang 2011 Vertreter von „Hempels Trinkraum“ in eine Sondersitzung des Ausschusses für Bürgerdienste, des Sozialausschusses und der Bezirksvertretung Innenstadt-Nord und stellten das Kieler Projekt vor.

Von breiter Allianz getragen

Gemeinsam mit den Fraktionen der CDU, FDP/Bürgerliste und der LINKEN beschlossen die zuständigen Ausschüsse gegen die Stimmen der SPD die Einrichtung des Modellprojekts „Trinkraum“. (Im Herbst 2011 freuten wir uns in einem Newsletter darüber.) Am 2. Januar 2012 eröffnete er in der Trägerschaft der European Homecare GmbH in der ehemaligen Gaststätte „Gypsy“, Heroldstraße 22. Hier die Internetseite der Verwaltung dazu.

Die Laufzeit des Projekts Café Berta endet am 30.11.2013.

Vor dem Hintergrund der positiven Bewertung der Verwaltung muss das Projekt aus Sicht der GRÜNEN Fraktion fortgeführt werden. Da nach Aussage der Verwaltung die vorhandenen Projektmittel bis zum Ablauf der Projektlaufzeit am 30.11.2013 absehbar nicht verausgabt werden, soll die Laufzeit in einem ersten Schritt kostenneutral bis zur kompletten Ausschöpfung der vorhandenen Mittel verlängert werden.

Der Ausschuss für Bürgerdienste hat inzwischen einen gemeinsamen Antrag von GRÜNEN, CDU, FDP und LINKEN verabschiedet, in dem die Verwaltung aufgefordert wird, eine entsprechende Verlängerung bei der Bezirksregierung zu beantragen sowie die Möglichkeiten einer Fortsetzung der Arbeit des Cafes und entsprechende Finanzierungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Artikel vom: 21.03.2013


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