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Art: Pressemitteilung

Thema: Arbeit + Wirtschaft, Umwelt + Verkehr, Klimaschutz + Energie

STEAG: Ökologischer Umbau ohne Windkraft, aber mit Kohle im Ausland

Die jüngste Ankündigung der STEAG, sich von Windkraft-Beteiligungen zu trennen, um sich mehr auf die Entwicklung von Anlagen und Dienstleistungen zu konzentrieren, stößt auf Skepsis und Fragen der GRÜNEN im Rat. Die Dortmunder Stadtwerke DSW 21 sind mit 35 Prozent der größte kommunale Anteilseigner der STEAG.

Ingrid Reuter und Ulrich Langhorst, Sprecher*innen der GRÜNEN Ratsfraktion: „Es zeigt sich erneut, dass die STEAG weder ökologisch noch finanziell die Wundertüte ist, als die sie von den Befürwortern des Kaufs immer angepriesen wurde. Während DSW und DEW 2014 und 2015 noch jeweils 5,6 Millionen Euro aus der STEAG-Beteiligung erhalten haben, ist die Dividende inzwischen bis auf Weiteres gestrichen. Vor dem Hintergrund u.a. dieser Befürchtungen haben wir dem Kauf im Jahr 2011 auch nicht zugestimmt.

Natürlich ist die Dividende der STEAG für Dortmund und die anderen kommunalen Eigentümer eine existenzielle Angelegenheit. Schließlich sollen davon die Kredite für den 1,2 Milliarden schweren Kauf finanziert werden. Und deshalb müssen alle Anstrengungen unternommen werden, um für die Kommunen wieder einen Gewinn einzufahren. Das alles jedoch unter der Zielsetzung, im Rahmen der Energiewende das Unternehmen mittel- bis langfristig ökologisch umzubauen. Das betrifft sowohl den Ausstieg aus der Kohleverstromung als auch gleichzeitig den Ausbau der erneuerbaren Energien. Der jetzt angekündigte Verkauf von Windkraftanlagen passt da ebensowenig wie das Engagement der STEAG in Bezug auf die Betriebsführung für Kohlekraftwerke. So hat STEAG im Januar 2014 nicht nur die Betriebsführung für das 600 MW-Kohlekraftwerk Morupule B in Botswana übernommen, sondern unterstützt in Südafrika auch die Errichtung eines der derzeit größten im Bau befindlichen Kohlekraftwerke weltweit. Energiewende ist das nicht.“

Auch der Kauf von Müllverbrennungsanlagen in Ostdeutschland durch die STEAG ist kritisch zu sehen. Angesichts der riesigen Überkapazitäten bei den Müllverbrennungsanlagen ist das Geschäft wirtschaftlich sehr riskant – andere Unternehmen wie E.ON haben sich deshalb inzwischen aus dem Müllgeschäft verabschiedet. Zusätzlich sind die Müllverbrennungsanlagen auch umweltpolitisch heikel, weil die überdimensionierten Anlagen den Bemühungen nach mehr Abfallvermeidung und -verwertung im Wege stehen.

Artikel vom: 15.03.2017


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