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Art: Pressemitteilung

Thema: Arbeit + Wirtschaft

Altflächen aufarbeiten, statt Freiflächen verbrauchen

Die GRÜNEN im Rat fordern die Verwaltung auf, bei der zukünftigen Entwicklung der Wirtschaftsflächen in Dortmund keine Freiflächen wie Groppenbruch, Buddenacker, Asseln-Süd und Osterschleppweg als Potenzialflächen für Gewerbegebiete auszuweisen. Stattdessen soll die Nachfrage nach Gewerbe- und Industrieflächen auf Altstandorte und Brachflächen gelenkt werden. Dafür soll sich die Stadt noch intensiver um die Beseitigung bestehender Restriktionen kümmern und dem Rat ein zielorientiertes Entwicklungsprogramm für diese Flächen vorlegen.

Ingrid Reuter, Fraktionssprecherin der GRÜNEN: „Aus unserer Sicht besteht keine Notwendigkeit, die Flächen Groppenbruch, Buddenacker und Asseln-Süd weiterhin als Gewerbeflächen auszuweisen. Auch der Osterschleppweg muss als Grünfläche für die naturnahe Erholung, bzw. für die Landwirtschaft erhalten bleiben. All diese Flächen sind ökologisch viel zu wertvoll, um sie als Gewerbeflächen zu nutzen. Zudem sind sie, wie bei den Flächen Asseln-Süd und Osterschleppweg der Fall, in Teilbereichen als ökologische Ausgleichsfläche ausgewiesen. Dabei haben wir genügend Reserven – auch ohne wertvolle Böden vernichten zu müssen. So ist zum Beispiel noch längst nicht die gesamte Fläche der Hoesch-Sinteranlage, des Gewerbeparks Hansa und der Zeche Gneisenau vermarktet. Hinzu kommen jetzt das ehemalige HSP- und das Knepper-Gelände. Wenn die Wirtschaftsförderung jetzt den Eindruck vermittelt, dass Dortmund schon in nächster Zukunft nicht mehr über ausreichend Wirtschaftsflächen verfügt, basiert das vor allem auf der Hochrechnung reiner Nachfragen von Interessenten. Dies bedeutet theoretisch, dass alleine eine telefonische Anfrage eines Logistikunternehmens ausreicht, einen hohen Flächenbedarf anzunehmen. Der in der Verwaltungsvorlage prognostizierten Nachfrage für insgesamt 170 ha Fläche pro Jahr stehen die im Schnitt lediglich 16 ha tatsächlich vermarkteter Gewerbeflächen pro Jahr gegenüber. Das ist gerade mal ein Zehntel des suggerierten Bedarfs.“ Aktuell gibt es im Stadtgebiet Dortmund 246 ha Angebots- und Potenzialflächen für Gewerbe- und Industrieentwicklung. Davon können 56 ha kurzfristig direkt vermarktet werden. Bei den restlichen 190 ha handelt es sich in Teilen um Industriebrachen, deren Verwertung nach umfassenden Aufbereitungs- und/oder Erschließungsmaßnahmen möglich ist.

Martina Stackelbeck, GRÜNES Mitglied im Wirtschaftsausschuss: „Diese Altflächen müssen aus unserer Sicht jetzt vorrangig in Angriff genommen werden. Neben der dafür vom Land vorgesehenen Unterstützung sollte hierfür auch konsequent das Verursacher-Prinzip angewandt werden. Dies sollte in dem zu erstellenden Entwicklungsprogramm aufgenommen werden. Damit stünden für eine zukunftsweisende Gewerbe- und Industrieentwicklung in Dortmund und in der Region – und damit ist nicht die Logistikbranche gemeint, die viel Platz braucht und am Ende wenig qualifizierte Arbeitsplätze schafft -– ausreichend Wirtschaftsflächen zur Verfügung. Die Suche nach alternativen Freiflächen für Gewerbeansiedlung sehen wir kritisch. Für uns ist der Freiflächenschutz ein wichtiger Faktor in der Stadtentwicklung. Bei der Ausweisung weiterer Gewerbegebiete sollte deshalb deutlich stärker über die Grenzen Dortmunds hinaus gedacht werden. Die interkommunale Zusammenarbeit in der Gewerbeflächenplanung ist eine zukunftsweisende Aufgabe. Die gesamte Metropole Ruhr verfügt über reichlich Brachflächen. Ihre Nutzung ist ein wichtiger Beitrag, um Freiflächenverbrauch einzudämmen. Der Schutz von Freiflächen ist auch möglich, ohne die Ansiedlung neuer Unternehmen und eine erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung der Region zu behindern.“

Artikel vom: 17.01.2018


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