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Art: Newsletter, Stadtbahnhaltestellen, barrierefrei, B1

Thema: Umwelt + Verkehr, Newsletter

Teilhabe ermöglichen: Haltestellen der Stadtbahn Rhein-Ruhr barrierefrei gestalten

Die Realisierung von barrierefreien Stadtbahnhaltestellen der U47 an der B1 rückt endlich in greifbare Nähe. Fünf Haltestellen und deren Zugänge sollen neu gestaltet werden. Außerdem wird die DSW21 weitere barrierefreie Fahrzeuge beschaffen. Das entspricht nicht nur den gesetzlichen Vorgaben, nach denen Barrieren im öffentlichen Verkehr bis 2022 abgebaut sein müssen: Uns GRÜNEN ist es ein wichtiges Anliegen, insbesondere die Mobililtät von Menschen mit Behinderungen in Dortmund zu verbessern, um so mehr Teilhabe zu ermöglichen.

Barrierefreiheit und Umweltschutz nicht gegeneinander ausspielen

 

Die Planung beinhaltet weiterhin, dass mehr als 24 Bäume vor Ort und mindestens 52 in den von den Fällungen betroffenen Stadtbezirken ersetzt werden. Bei den Ersatzpflanzungen vor Ort ist vorgesehen, wieder Platanen einzusetzen und auf die maximale Größe der Setzlinge zu achten. 
Um die Eingriffe in die Umwelt zu verringern, forderten wir die Verwaltung auf, weitere Maßnahmen zur Reduzierung der Baumfällungen zu prüfen. Eine Möglichkeit war aus unserer Sicht u. a. der Verzicht auf die Brückenlösung an der Haltestelle Max-Eyth-Straße.

 

Niveaugleiche Querung der B1 auch an der Max-Eyth-Straße

 

Der Umbau ist mit den Fällungen bzw. Umpflanzungen von 76 der insgesamt 413 Alleebäume im Planungsbereich verbunden. Diese sind bedingt durch die nötige Erhöhung der Bahnsteige, die Verschwenkung der Bahnlinie und die Einhaltung des Sicherheitsabstands zwischen Wurzelwerk und Baumaßnahme. Gerade an der B1 sind die Alleereihen für das Klima, als Luftreiniger, als Lärm- und Sichtschutz und nicht zuletzt für das Stadtbild von besonderer Bedeutung. Allerdings ist bei der Planung darauf geachtet worden, dass mehrheitlich Lindenbäume gefällt werden. Diese sind weniger geeignet für die starken Belastungen durch den Verkehr als die die Allee prägenden Platanen. Fünf der zu fällenden Bäume sind zudem mit einer Reststandzeit von weniger als zehn Jahren bewertet worden. 

 

Laut Verkehrsgutachten kann der Verkehr auf der B1 auch bei niveaugleichen Übergängen für Fußgänger*innen ohne große zusätzliche Einschränkungen rollen. Für die Haltestelle Lübkestraße wurde deshalb unter Verweis auf die geringeren Kosten und den einfacheren Zugang empfohlen, die Überquerung der B1 durch eine Ampelanlage zu ermöglichen und die Brücke im Haltestellenbereich abzureißen.

Auch an der Max-Eyth-Straße wäre die Haltestelle ohne umständliche und lange Wege über Rampen und Aufzüge niveaugleich erreichbar. Daraus ergäben sich sowohl erhebliche Vorteile für die gewünschte Barrierefreiheit als auch geringere Kosten für die Umbaumaßnahme. Gleichzeitig hatten wir gehofft, dass durch eine solche Lösung weitere Bäume in dem Bereich erhalten bzw. an Stelle der Rampen und Brücken neu gepflanzt werden könnten.

Die Antwort der Verwaltung ergab, dass der Autoverkehr im statistischen Mittel mindestens einen Halt mehr bei der Durchfahrt in diesem B1-Bereich hätte. Daraus würden mehr Brems- und Anfahrsituationen folgen, die wiederum negative Auswirkungen auf die Lärm- und die Schadstoffemissionen hätten. Am Baumbestand ändert sich nach Aussagen der Verwaltung nichts. Während die Kosten für die Brückenlösung rund 6,9 Mio. Euro betragen, liegen sie für eine Signalanlage bei rund 3,65 Mio. Euro.

Mit der Antwort der Verwaltung waren wir aus verschiedenen Gründen nicht zufrieden. Sie bezieht sich nur darauf, dass für die Fußgänger*innen eine Anforderungsampel eingerichtet wird. Unserer Meinung kann dagegen die angeführte Brems- und Anfahrtsituation durch eine intelligente Schaltung der Lichtsignalanlagen („Grüne Welle“) gelöst werden, ohne dass es zu einer stärkeren Belastung der Anwohner*innen kommt. Mit Blick auf die deutlich geringeren Kosten und die sehr viel bessere Zugänglichkeit durch eine niveaugleiche Querung haben wir – auch vor dem Hintergrund der angespannten Haushaltssituation – einen Antrag auf den Rückbau der Fußgängerbrücke und die Umsetzung einer Ampelanlage auch an der Max-Eyth-Straße im Ausschuss für Umwelt, Stadtgestaltung und Wohnen gestellt.

Der Antrag wurde leider von der Mehrheit abgelehnt. Das Abstimmungsverhalten zeigt uns, dass die Perspektive der Autofahrer*innen immer noch Priorität hat! 

 

Wie geht es weiter?

 

 

In der kommenden Ratssitzung wird über das Gesamtkonzept für die Gestaltung der barrierefreien Zugänge entschieden. Trotz unserer Bedenken im Hinblick auf den Umweltschutz werden wir dem Beschluss in jedem Fall zustimmen, da er eine deutliche Verbesserung für die Mobilität von alten Menschen, Familien mit Kindern und behinderten Menschen mit sich bringt. Wir werden die weitere Detailplanung jetzt intensiv begleiten und uns für Maßnahmen einsetzen, die Menschen mit Handicap eine uneingeschränkte Nutzung garantieren. Auch werden wir uns für eine weitgehende Minimierung des Eingriffs in die Allee an der B1 stark machen.

 

 


 

 

 

 

 

 

Artikel vom: 26.09.2016


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