Menü mit Informationen über die Fraktion:
Sie befinden sich hier:  Meldung Ansicht

Menü mit den Themen:

Newsletter

Immer gut informiert!

Hier können Sie unseren Newsletter abonnieren:

Vorname:

Name:

E-Mail-Adresse:

HTML E-Mail?


Inhalte:

Art: Pressemitteilung

Thema: Soziales

Anlaufstelle „Willkommen Europa“ – GRÜNE Europaabgeordnete fordert Erhalt und Ausbau der Fördermittel

Bei einem Besuch der ökumenischen Anlaufstelle für Zuwander*innen aus der EU „Willkommen Europa“ hat die GRÜNE Europaabgeordnete Terry Reintke am vergangenen Freitag den Erhalt und Ausbau der Fördermittel gefordert.

Terry Reintke besuchte zusammen mit dem Fraktionssprecher der GRÜNEN Ratsfraktion, Ulrich Langhorst, sowie weiteren Mitgliedern der Ratsfraktion und der Bezirksvertretung Nord die Beratungsstelle in der Bornstraße, die sich um die Situation vieler Zuwander*innen insbesondere aus Rumänien und Bulgarien kümmert. Dass diese Arbeit dringender ist denn je, erläuterten Uta Schütte von der Diakonie, Christoph Gehrmann von der Caritas und Ute Lohde von GrünBau gemeinsam mit mehreren Mitarbeiter*innen.

Insgesamt leben zurzeit über 8.500 Menschen aus Bulgarien und Rumänien in Dortmund, die Hälfte von ihnen in der Nordstadt, davon wiederum zwei Drittel rund um den Nordmarkt. Die meisten haben weder eine Arbeitsstelle, noch ein regelmäßiges Einkommen oder einen Krankenversicherungsschutz. Viele wohnen in prekären Mietverhältnissen oder sogar auf der Straße. Diese ganze Situation begünstigt nicht nur Ausbeutungsstrukturen, sondern führt bei Teilen der Betroffenen zu menschenunwürdigen Lebensbedingungen. Eine wichtige Aufgabe der Beratungsstelle ist deshalb, die Menschen dabei zu unterstützen, schnellstmöglich eine Arbeit zu finden. Das hat in den letzten Jahren zunehmend gut funktioniert. Ein Problem besteht auch darin, dass die EU-Zuwander*innen von bestimmten Sozialleistungen ausgeschlossen sind.

Die GRÜNE Europaabgeordnete Terry Reintke bezeichnete diesen Ausschluss als falsch, war sich aber mit den Mitarbeiter*innen der Beratungsstelle darüber einig, dass die Kommunen die dabei entstehenden Kosten nicht alleine tragen können. Notwendig sei es deshalb, die Fördermittel der EU zu verstetigen und auszubauen.

Terry Reintke, MdEP: „In den kommenden Monaten wird das Europäische Parlament den zukünftigen Finanzrahmen diskutieren. Dabei kommen alle Mittel auf den Prüfstand. Es ist zu befürchten, dass die bisherigen Fördermittel für Soziale Inklusion im Bereich der Zuwanderung von nationalkonservativen und rechtspopulistischen Parteien im Parlament in Frage gestellt werden. Das muss verhindert werden. Es ist beeindruckend zu sehen, welche Arbeit durch die Beratungsstelle geleistet wird - insbesondere auch durch die muttersprachlichen Mitarbeiter*innen, ohne die der Kontakt zu den zugewanderten Menschen erheblich schwieriger wäre. Ich werde mich im europäischen Parlament dafür einsetzen, dass das Thema der Sozialen Inklusion die Lobby und die Mittel erhält, die dafür dringend notwendig sind.“

Die Vertreter*innen von „Willkommen Europa“ wiesen darauf hin, dass sich ohne die Gelder der EU die Lebensverhältnisse der Zuwander*innen sowie die Struktur der Hilfsangebote deutlich verschlechtern werden. Notwendig sei es stattdessen, bei zukünftigen Fördermitteln Freiräume für die konkrete Arbeit vor Ort zu schaffen. Damit wäre es möglich, flexibler auf die unterschiedlichen Problemlagen einzugehen und schnell zu reagieren.

Ulrich Langhorst, Fraktionssprecher der GRÜNEN im Rat: „Ohne Einrichtungen wie “Willkommen Europa“ wäre die Situation für viele der nach Dortmund zugewanderten Menschen erheblich schlimmer als sie durch die Rahmenbedingungen sowieso schon ist. Deshalb liegt es im Interesse der Stadt, dass die Arbeit dort mit EU-Fördermitteln erhalten und ausgebaut werden kann.“

 

 

Artikel vom: 21.02.2018


Menü mit den Spezialthemen:

Aktuell in Dortmund

Flucht
Rechts gegen Rechts
Ost-West-Tangente
Nordstadt