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Art: Pressemitteilung

Klinikum

Der Wechsel an der Führungsspitze des Klinikums ist beschlossene Sache, Frau Greives Vertrag wird nicht verlängert. Noch im September sah das anders aus:

Oberbürgermeister Sierau hatte sich für die Klinikchefin ausgesprochen, die Rechnung aber offensichtlich ohne die ArbeitnehmerInnen und ohne SPD und CDU gemacht. Wobei insbesondere das Agieren der SPD merkwürdige Formen angenommen hat: Fraktionschef Prüsse, von den GRÜNEN auf einen möglichen Dringlichkeitsantrag pro Frau Greive angesprochen, winkte ab. Wenige Tage später verkündete er öffentlich, dass die SPD hinter Frau Greive stehe und dementierte, dass er der Klink-Chefin einen Verzicht nahegelegt habe.

Hinter verschlossenen Türen wurde das Ende der Ära Greive nunmehr sang- und klanglos besiegelt. Die SPD hat genau das getan, was ihr öffentlich vorgehalten wurde: Sie lässt Frau Greive fallen. Aus Sicht der GRÜNEN ist diese Entscheidung nicht unproblematisch. Frau Greivehat trotz der ihr häufig vorgeworfenen mangelnden Durchsetzungsfähigkeit Stärken im Management eines großen Klinikums gezeigt. Die Sanierung ist soweit auf den Weg gebracht, dass die Momentaufnahme positiv ausfällt.

Der Beschluss zum Auslaufen des Geschäftsführervertrages birgt die Gefahr, dass Frau Greive bereits in näherer Zukunft das Klinikum verlässt und dieses dann zeitweise ohne Hauptgeschäftsführung agieren muss. Diese Unsicherheiten bezüglich der Geschäftsführung sind für das krisenanfällige Klinikum sicher nicht die beste Voraussetzung, um es auf Konsolidierungskurs zu halten. Klar ist auch, dass der Oberbürgermeister keine neue Kandidatin/Kandidaten in petto hat und die schwierige Suche mit Hilfe eines Headhunterserst beginnen muss.

Schon in der Vergangenheit hat ein solches Vorgehen im Klinikum bekanntlich kein tragfähiges Resultat erbracht.

Wir GRÜNEN haben unsere Bedenken sowohl gegenüber den ArbeitnehmervertreterInnen als auch gegenüber den anderen Fraktionen deutlich gemacht. Das Klinikum hat erst ein kleines Stück auf einem Weg zurückgelegt, der mit Sicherheit nicht einfacher wird. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird, wie bereits in früheren Jahren, das Klinikum zum Schwerpunkt von Arbeitskampfmaßnahmen im Zuge der auslaufenden Tarifverträge mit dem Marburger Bund und Verdi. Darüber hinaus steht ein hochkomplexer Umzug in den neuen zentralen Operationstrakt mit Risiken von Ergebniseinbrüchen an.

Wir halten es für richtig, dass bei den Pflegekräften nicht wie geplant gespart wird. Es müssen aber Wege aufgezeigt werden, an welchen Verwaltungsstellen ersatzweise gespart werden kann und muss. Die Aussicht, dass eine neue Hauptgeschäftsführung mit Sicherheit nicht für das bisherige Gehalt von Frau Greive antreten wird, kann die Beschäftigten ebenso wenig froh machen, wie die Unsicherheit über den weiteren Kurs, der gefahren wird. Wir jedenfalls hoffen, dass die aktuelle Entscheidung nicht zu einer Verschlechterung der geplanten Betriebsergebnisse und zu einer erneuten Privatisierungsdebatte führt.

Artikel vom: 06.12.2011

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