Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN & Volt bittet den Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt, Stadtgestaltung und Wohnen um Beratung und Beschlussfassung des folgenden Prüfauftrags:
Die Verwaltung wird beauftragt, vor dem Hintergrund der Fertigstellung und Eröffnung der Südspange die weitere städtebauliche Entwicklung im südöstlichen Bereich von PHOENIX West in den Blick zu nehmen und dem Ausschuss eine zusammenhängende Entwicklungsperspektive für diesen Bereich vorzulegen.
Dabei soll insbesondere die Fläche östlich des Schalthauses und südlich der Südspange betrachtet werden.
Städtebaulicher Gesamtzusammenhang und Bauleitplanung
Die Verwaltung prüft, ob die bestehenden städtebaulichen und planungsrechtlichen Grundlagen für die weitere Entwicklung des Bereichs weiterhin ausreichend sind oder ob eine Fortschreibung bzw. Änderung der Bauleitplanung sinnvoll oder erforderlich ist.
Dabei soll insbesondere geprüft werden,
- welche städtebaulichen Entwicklungsmöglichkeiten für die Flächen östlich des Schalthauses und südlich der Südspange bestehen und welche Nutzungen dort unter Berücksichtigung der Entwicklung des Schalthauses und des gesamten Standortes PHOENIX West sinnvoll sind,
- wie eine zusammenhängende Entwicklung des Bereichs hinsichtlich Nutzungsmischung, baulicher Dichte etc. gestaltet werden kann und wie hier mit dem bestehenden Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan Hö 253 weiter umgegangen werden soll,
- welche Perspektive für einen zusätzlichen SPNV-Haltepunkt PHOENIX West besteht und welche Voraussetzungen hierfür erforderlich wären. Die Verwaltung wird gebeten, hierzu – soweit noch nicht erfolgt – Gespräche mit der Deutschen Bahn bzw. den zuständigen Aufgabenträgern aufzunehmen und insbesondere die grundsätzliche verkehrliche und betriebliche Machbarkeit sowie mögliche Bedienungskonzepte prüfen zu lassen.
Ziel soll eine zusammenhängende städtebauliche Entwicklung des Bereichs sein, bei der die Entwicklung des Schalthauses, die angrenzenden Flächen sowie die durch die fertiggestellte Südspange veränderten Rahmenbedingungen gemeinsam betrachtet werden.
Die Verwaltung wird gebeten, dem AKUSW die Ergebnisse einschließlich möglicher weiterer Planungsschritte und eines zeitlichen Fahrplans vorzulegen und die Bezirksvertretung Hörde in das weitere Verfahren einzubeziehen.
Begründung
Mit der Eröffnung der Südspange am 9. September 2026 ist die verkehrliche Erschließung von PHOENIX West nach Angaben der Stadt Dortmund vollständig. Damit ist ein langjähriges Infrastrukturprojekt abgeschlossen und zugleich ein geeigneter Zeitpunkt erreicht, die weitere städtebauliche Entwicklung insbesondere des südöstlichen Bereichs von PHOENIX West in den Blick zu nehmen.
Gleichzeitig befindet sich das Schalthaus in einer konkreten neuen Entwicklung. Nach dem Verkauf des Gebäudes sind dort umfangreiche Investitionen und eine Mischung aus Büro-, Gastronomie-, Veranstaltungs- und Freizeitnutzungen vorgesehen. Von dieser Entwicklung kann ein neuer Impuls für die bislang noch nicht entsprechend entwickelten Flächen im östlichen Umfeld ausgehen.
Dieser Impuls sollte genutzt werden, um die weitere Entwicklung des Bereichs nicht ausschließlich anhand einzelner Grundstücke und Vorhaben zu betrachten. Vielmehr ist eine zusammenhängende städtebauliche Perspektive erforderlich, die künftige Nutzungen, qualitätsvolle öffentliche Räume, Klimaanpassung und Begrünung sowie nachhaltige Mobilität miteinander verbindet.
Von besonderer Bedeutung ist dabei auch eine leistungsfähige Anbindung von PHOENIX West an den öffentlichen Verkehr. Ein möglicher zusätzlicher SPNV-Haltepunkt könnte die Erreichbarkeit des Standortes erheblich verbessern und zugleich neue Rahmenbedingungen für seine städtebauliche Entwicklung schaffen. Deshalb soll geprüft werden, welche Perspektiven für einen solchen Haltepunkt bestehen und welche weiteren Schritte hierfür notwendig wären.
Vor diesem Hintergrund soll geprüft werden, welche Entwicklungsmöglichkeiten für den Bereich bestehen und ob die vorhandenen städtebaulichen und planungsrechtlichen Grundlagen den heutigen Anforderungen und Entwicklungszielen noch entsprechen.






