Die geplante Neuorganisation des Tiefbauamts wirft mehr Fragen auf, als die Verwaltungsspitze bislang beantwortet hat. Gemeinsam mit SPD und Die Linke & Tierschutzpartei haben wir deshalb im Rat deutlich gemacht, dass ein für Dortmund so wichtiges Amt nicht ohne nachvollziehbare fachliche Begründung grundlegend umgebaut werden darf. Geplant ist unter anderem, den Straßen- und Brückenneubau aus dem Tiefbauamt herauszulösen – mit dem Risiko neuer Schnittstellen und unklarer Zuständigkeiten.
Besonders kritisch sehen wir das bisherige Vorgehen. Nachdem zunächst die Versetzung der Amtsleiterin vorgesehen war und nach öffentlichen Protesten wieder zurückgenommen wurde, soll das Tiefbauamt nun rund 125 Beschäftigte sowie zentrale Aufgabenbereiche verlieren. Eine schlüssige fachliche Begründung für diesen weitreichenden Umbau liegt bislang nicht vor.
Der Rat fordert deshalb Transparenz: Welche Probleme sollen mit der Neuorganisation konkret gelöst werden? Welche Alternativen wurden geprüft? Und welche Folgen hat der Umbau für Personal, Kosten, laufende Projekte und deren Zeitpläne?
Für uns ist klar: Veränderungen in der Verwaltung müssen die Stadt besser machen, nicht neue Probleme schaffen. Gerade bei Straßen und Brücken braucht Dortmund verlässliche Zuständigkeiten, funktionierende Strukturen und eine leistungsfähige Verwaltung.



