Mit der Novelle des Städtebaurechts 2025 hat der Rat die von der Verwaltung vorgeschlagenen Leitplanken für den Umgang mit dem sogenannten “Bauturbo” beschlossen. Ziel ist es, Wohnungsbau in Dortmund schneller zu ermöglichen, ohne dabei städtebauliche Qualität, Klimaanpassung und soziale Ziele aus dem Blick zu verlieren. Klar ist dabei auch: Der Bauturbo soll in Dortmund nicht für Wohnen im Gewerbe- und Industriegebiet und grundsätzlich nicht im klassischen Außenbereich eingesetzt werden. Stattdessen setzt die Stadt auf klare Kriterien, Transparenz und verbindliche Standards, etwa bei Durchgrünung, Energie- und Baustandards sowie, wo möglich, auch bei gefördertem Mietwohnungsbau.
Wie sinnvoll das sein kann, zeigt das Beispiel Rheinlanddamm 24: Der frühere Bürokomplex soll mit Hilfe des Bauturbos zu rund 200 Wohnungen umgenutzt werden; zusätzlich sind dort Arztpraxen und ein Fitnessstudio vorgesehen. Gerade solche Umnutzungen von Bestandsgebäuden können helfen, schneller neuen Wohnraum zu schaffen und Leerstand zu vermeiden. Nach dem vorliegenden Bericht könnte das Verfahren dort gegenüber einer regulären Bebauungsplanänderung um anderthalb bis zwei Jahre verkürzt werden.
Für uns GRÜNE & Volt ist entscheidend: Mehr Tempo beim Wohnungsbau ist richtig, aber nicht um den Preis von Klimaschutz, Stadtqualität und sozialer Durchmischung. Dass Dortmund den Bauturbo nur mit klaren politischen Leitplanken anwendet, ist deshalb der richtige Weg.



