Der Vertrag der Stadt mit der Aidshilfe für den Betrieb des Drogenkonsumraums am Grafenhof wird für weitere fünf Jahre geschlossen. Das hat der Rat mit Mehrheit gegen die Stimmen von CDU und AfD sowie Oberbürgermeister Alexander Kalouti beschlossen. Bereits im Sozialausschuss war das Anliegen des Oberbürgermeisters abgelehnt worden, den städtischen Zuschuss für den Konsumraum künftig nur noch jährlich statt wie bisher über fünf Jahre zu bewilligen. Dieser Vorschlag hätte eine unverzichtbare Säule der Dortmunder Drogenhilfe gefährdet und ausgerechnet die Menschen getroffen, die ohnehin am härtesten kämpfen müssen. Wer die aidshilfe und ihren Konsumraum derart unter Druck setzt, ignoriert nicht nur sämtliche Erfahrungen aus der Suchthilfe, er handelt schlicht verantwortungslos. Auch vor dem Hintergrund, dass es die Verwaltung nach wie vor nicht geschafft hat, einen weiteren Standdort für einen Drogenkonsumraum zu identifizieren. Der Oberbürgermeister hat in dieser Situation mit seiner fachlich nicht zu rechtfertigenden Initiative für massive Unsicherheit bei den Mitarbeitenden im Grafenhof sowie bei den betroffenen drogenkranken Menschen gesorgt. Mit den Stimmen von GRÜNE & Volt hat der Rat dagegen klare Kante gezeigt. Unverständlich ist auch, dass die CDU in einem weiteren Tagesordnungspunkt gegen die Aussage gestimmt hat, dass sich der Rat bei seiner Drogenpolitik zu gesundheitspolitischen und sozialen Zielen bekennt.


