Mit dem Endbericht zur Verkehrsuntersuchung für die südliche Münsterstraße liegt jetzt die Grundlage für die weitere Planung im Rahmen des Integrierten Handlungskonzepts Zentrale Nordstadt vor. Die Untersuchung zeigt deutlich: Die Münsterstraße ist vor allem ein Ort für Menschen zu Fuß. Je nach Abschnitt wurden dort rund 2.700 bis 4.400 Fußgänger*innen pro Tag gezählt, während die heutige Aufteilung des Straßenraums diese Bedeutung bislang nicht ausreichend widerspiegelt.
Wir unterstützen deshalb die empfohlene Variante 4, den Umbau zur “Quartiersmitte Münsterstraße”. Sie wurde im Gutachten unter den vier geprüften Varianten am besten bewertet und auch im Beteiligungsprozess mehrheitlich als guter Kompromiss gesehen. Kern der Variante ist eine größere Fußgängerzone rund um den Platz an der St.-Joseph-Kirche, mehr Raum für Aufenthalt und Grün sowie eine Stärkung von Fuß- und Radverkehr. Gleichzeitig bleibt die Erschließung abschnittsweise möglich, etwa für Lieferverkehr, Be- und Entladen sowie Kurzzeit- und Behindertenparken.
Für uns ist das der richtige Weg: Die Münsterstraße soll als lebendige Geschäftsstraße und soziale Mitte der Nordstadt gestärkt werden – mit mehr Stadtraum, weniger Verkehrsraum und besserer Aufenthaltsqualität für die Menschen vor Ort.




