Von der Sternstunde zur dunklen Stunde: Wizz-Air geht – Die Probleme des Flughafens bleiben

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Vor gerade einmal einem Jahr knallten am Dortmunder Flughafen die Sektkorken. Von „Sternstunde“ und „großem Vertrauensbeweis“ war die Rede, als Wizz-Air-Chef József Váradi die Stationierung von drei Flugzeugen und die Beschäftigung von 100 Mitarbeiter*innen in Dortmund verkündete. Eine Million zusätzlicher Fluggäste standen in Aussicht. Ein für den Flughafen wichtiger Schritt, um bis Ende 2023 die Auflagen der EU zu erfüllen und bis dahin die schwarze Null zu erreichen. Das rückt nun für den auch durch Corona betroffenen Flughafen in weite Ferne.

„Der Traum ist jetzt schneller ausgeträumt als gedacht“, so Ingrid Reuter, Sprecherin der GRÜNEN Fraktion. „Jetzt zeigt sich, wie wichtig es war, sich im Rat durch die Beauftragung eines Nachfolgegutachtens mit einem Plan B zu beschäftigen. Denn mit dem Abzug der Wizz-Air-Base, die mit der festen Stationierung von Flugzeugen wirtschaftliche Stabilität in Aussicht stellte, ist die EU-Forderung nach einer operativen Null am Airport bis 2023 kaum mehr zu erfüllen. Ein Risiko, das der Airport selbst als existenzgefährdend‘ einstuft. Und das nicht überraschend kommt: Der Wizz-Air Chef hatte direkt zu Beginn der Stationierung kein Hehl daraus gemacht, dass das Unternehmen von heute auf morgen weiterziehen könne, sobald es Probleme gibt.“

Die Abhängigkeit von einzelnen Fluglinien und der Schwerpunkt auf Billiganbieter war für den Flughafen immer wieder ein großes Problem. Über allem schwebt zudem die Stilllegung des Betriebs, wenn es nach der EU-Forderung nicht mehr die bisherigen Subventionen durch die DSW21 gibt. Das waren in den vergangenen Jahren immerhin insgesamt rund 400 Millionen Euro. GRÜNE, CDU und Linke hatten vor diesem Hintergrund im Sinne einer vorausschauenden Politik die Vorbereitung auf den Worst Case gefordert und die Erstellung eines Gutachtens zur nachhaltigen Nachnutzung des Flughafengeländes beschlossen. Dabei geht es grundsätzlich auch um die Sicherung von Arbeitsplätzen am Standort.

„Das Verhalten von Wizz-Air und die Corona-Pandemie zeigen, wie unsicher und unberechenbar die Situation des Dortmunder Airports im Grunde ist. Auch wenn man den Flughafen nicht aufgrund der Aspekte des Umwelt- und Klimaschutzes infrage stellt, sind die wirtschaftlichen Bedingungen, dabei vor allem die Abhängigkeit von einzelnen Fluglinien wie Wizz-Air, nicht Erfolg versprechend. Die aktuelle Situation macht dies einmal mehr sehr deutlich“, so Ingrid Reuter abschließend.

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