Motorenlärm bis tief in die Nacht, aufheulende Fahrzeuge, riskante Fahrmanöver und massive Belastungen für Anwohner*innen: Die Situation rund um Burgwall und Ostwall beschäftigt Dortmund seit Jahren – und sie spitzt sich erneut zu. Erst vor wenigen Tagen wurden bei einem mutmaßlichen illegalen Autorennen auf dem Burgwall fünf Menschen verletzt. Die Polizei ermittelt gegen einen 21-Jährigen wegen des Verdachts eines illegalen Rennens.
Bereits zuvor berichteten die Ruhr Nachrichten über die zunehmenden Beschwerden von Anwohner*innen am Ostwall bis Burgwall und die Diskussion um die sogenannte „Boxengasse“, die sich immer wieder zum Treffpunkt der Poser- und Raserszene entwickelt. Aus diesem Grund trafen wir uns gemeinsam mit Anwohnenden, Gewerbetreibenden und Hoteliers, um vor Ort die Situation und bisherigen Maßnahmen der Stadt Dortmund zu bewerten.
Für uns ist klar: Öffentliche Straßen sind keine Rennstrecken. Wer nachts mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs ist, Menschen gefährdet und ganze Quartiere durch Lärm terrorisiert, überschreitet eine rote Linie. Gerade Anwohner*innen und Hotelgäste rund um den Wall leiden seit Jahren unter der Situation und haben ein Recht auf Sicherheit und Nachtruhe.
Deshalb haben wir das Thema erneut mit einer Anfrage in die politische Beratung gebracht. In unserer Anfrage „Nächtliche Ruhestörungen am Ostwall / Boxengasse – Umsetzungsstand und weitere Maßnahmen“ machen wir deutlich, dass die bisherigen Maßnahmen offenbar nicht ausreichen. Darin fragen wir unter anderem nach weiteren Kontrollen, der Arbeit des „Runden Tisches Raserszene“ sowie nach dauerhaften Lösungen wie Pollern oder Sperrungen.
Klar ist aber auch: Das Problem lässt sich nicht mit einzelnen Schwerpunktkontrollen allein lösen. Es braucht eine Kombination aus konsequenter Verkehrsüberwachung, baulichen Maßnahmen, besserer Zusammenarbeit von Polizei, Ordnungsamt und Verwaltung sowie einer klaren politischen Priorität für die Lebensqualität in der Innenstadt.




